Alt­bau und Sta­tik – Von A wie Anbau bis U wie Umbau

Statik vom Altbau

Sta­ti­sche Berech­nun­gen für Alt­bau­ten garan­tie­ren, dass das Haus sicher steht. Ob ein Anbau, Dach­aus­bau, Wand­durch­bruch oder Umbau – ein Trag­werks­pla­ner stellt sicher, dass alle Ver­än­de­run­gen die Stand­fes­tig­keit des Hau­ses nicht über­las­ten. Die­ser Arti­kel infor­miert über grund­le­gen­de sta­ti­sche Berech­nun­gen. Hier erfah­ren Sie, wor­auf bei einer Sanie­rung im Alt­bau zu ach­ten ist.

Alt­bau sanie­ren: Bestands­auf­na­me

Das bereits gebau­te Haus ver­fügt über vor­han­de­ne sta­tisch rele­van­te Berech­nun­gen. Die vor­lie­gen­den Daten sind wich­tig, um die Trag­fä­hig­keit des Bestan­des zu prü­fen. Jedes Bau­teil in einem Haus ist Span­nun­gen aus­ge­setzt. Die ver­schie­de­nen Kräf­te und Las­ten bean­spru­chen die Kom­po­nen­ten, die ver­baut wer­den. Bei einem Alt­bau gestal­tet sich die Sta­tik schwie­rig. Die vor­han­de­nen Bestand­tei­le müs­sen intakt und trag­fä­hig sein. Maro­de Bau­tei­le sind für die Sta­tik ein Risi­ko.

Ehe es an den Umbau oder Aus­bau eines Gebäu­des geht, ist ein Sta­ti­ker häu­fig uner­läss­lich. Eine Prü­fung des vor­han­de­nen Bestan­des ist vor allem dann not­wen­dig, wenn sta­tisch rele­van­te Kom­po­nen­ten des Hau­ses durch den Umbau beein­flusst wer­den.

Falls Sie auch über eine ener­ge­ti­sche Sanie­rung nach­den­ken, ist eine geför­der­te Vor-Ort-Bera­tung häu­fig sinn­voll.


Bei­spie­le – Wann sta­ti­sche Berech­nun­gen nötig sind

Ein Haus zu sanie­ren erfor­dert im Regel­fall die Unter­stüt­zung von Exper­ten. Für die Sta­tik bedeu­tet das: Ein Bau­in­ge­nieur oder Sta­ti­ker kommt zum Ein­satz, um eine Ver­än­de­rung der Bau­sub­stanz sicher zu gestal­ten.

Der Umbau von Bestands­ge­bäu­den ist jedoch nicht zwangs­läu­fig auf einen Sta­ti­ker ange­wie­sen. Viel­mehr hängt des­sen Not­wen­dig­keit von der Art der geplan­ten Ände­run­gen am Gebäu­de ab. Ein Dach­aus­bau oder eine Auf­sto­ckung wir­ken sich anders auf die Stand­si­cher­heit aus als eine Fens­ter­ver­grö­ße­rung. Ein Innen­aus­bau erfor­dert dem­ge­gen­über kaum sta­ti­sche Gut­ach­ten.

Vor­sicht ist bei tra­gen­den Wän­den ange­bracht. Die­se spie­len für die all­ge­mei­ne Stand­si­cher­heit der Pla­nung eine uner­läss­li­che Rol­le. Ein Wand­durch­bruch oder Decken­durch­bruch benö­tigt des­halb eine Über­prü­fung der sta­ti­schen Berech­nung der Aus­füh­rungs­plä­ne. Auch eine Fens­ter­ver­grö­ße­rung ist für die Sta­tik rele­vant. Obwohl ein sol­ches Vor­ha­ben auf den ers­ten Blick nicht beson­ders ris­kant klingt, ver­än­dert die Ver­grö­ße­rung des Fens­ters den­noch die jewei­li­ge (tra­gen­de) Wand.

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Ob Ihre Plä­ne trag­fä­hig sind, beur­teilt der jewei­li­ge Sta­ti­ker. Die­ser prüft zusätz­lich die fol­gen­den Nach­wei­se:

Geht das alles nicht online? Sta­ti­sche Berech­nun­gen online sind heut­zu­ta­ge kein Hexen­werk mehr. Bau­her­ren soll­ten jedoch berück­sich­ti­gen, dass auch im digi­ta­len Zeit­al­ter sta­ti­sche Berech­nun­gen For­meln der Phy­sik, Bau­tech­nik und dem Inge­nieur­we­sen ent­hal­ten. Dadurch eig­nen sich die Online-Tools vor­ran­gig für jene Anwen­der, die das erfor­der­li­che Ver­ständ­nis für die Ergeb­nis­se mit­brin­gen.

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Prüf­sta­ti­ker – so steht das Haus nach einem Umbau sicher

Der Prüf­sta­ti­ker über­prüft die sta­ti­schen Berech­nun­gen, die der jewei­li­ge Sta­ti­ker oder Bau­in­ge­nieur vor­her durch­ge­führt hat. Die­se Berech­nun­gen gehö­ren zum Bau­an­trag. Bau­her­ren stel­len einen sol­chen Antrag vor der Ver­än­de­rung der Bau­sub­stanz. Die Sanie­rung ist erst durch­führ­bar, wenn der Prüf­sta­ti­ker die Durch­füh­rung geneh­migt. Wer Prüf­sta­ti­ker ist, bestimmt für gewöhn­lich die zustän­di­ge Bau­be­hör­de. Die Sta­tik ist spe­zi­ell bei einem Bau­vor­ha­ben nicht zu unter­schät­zen. Wer hier nicht prä­zi­se und sorg­fäl­tig arbei­tet, ris­kiert enorm hohe Kos­ten und die Sicher­heit des Hau­ses. Des­halb set­zen Bau­be­hör­den unab­hän­gi­ge Sta­ti­ker ein, die Bau­an­trä­ge auf ihre Trag­werks­pla­nung hin über­prü­fen.

Inwie­weit ein Prüf­sta­ti­ker zum Ein­satz kom­men muss, hängt vom Bun­des­land und des­sen Bau­ver­ord­nun­gen ab. Hier soll­te man das zustän­di­ge Bau­amt fra­gen.


Sta­ti­sche Berech­nun­gen im Alt­bau – der Bestand muss stim­men!

Bei sta­ti­schen Berech­nun­gen ist Sorg­falt gefragt. Des­halb darf das bereits vor­han­de­ne Gebäu­de in den Kal­ku­la­tio­nen des Sta­ti­kers nicht feh­len. Die Bestands­ana­ly­se des Trag­werks sorgt für eine siche­re Pla­nung bei der Sanie­rung. Wann Sta­ti­ker vor­ge­schrie­ben sind, hängt vor allem vom Umbau ab.

Sta­ti­sche Berech­nun­gen online zu erle­di­gen, ist eben­falls mög­lich. Die Inter­pre­ta­ti­on der Ergeb­nis­se obliegt jedoch dem Exper­ten. Unab­hän­gi­ge Prüf­sta­ti­ker rech­nen nach und unter­stüt­zen dadurch den nöti­gen Stand­si­cher­heits­nach­weis (§ 51 HOAI).

Für Bau­her­ren ist vor der Sanie­rung eines Alt­baus der Bau­an­trag bei der zustän­di­gen Bau­be­hör­de uner­läss­lich. Denn erst das »OK« der Behör­de stellt die nöti­ge Rechts­si­cher­heit für die wei­te­re Durch­füh­rung dar. Ob Anbau, Umbau oder Fens­ter­ver­grö­ße­rung: Mit den rich­ti­gen sta­ti­schen Berech­nun­gen gelingt die Ver­än­de­rung des Gebäu­des!

Aus­wahl an Refe­ren­zen

Rückseite Mehrfamilienhaus in Sanierung

Sanie­rung MFH in Chem­nitz

Ein Mehr­fa­mi­li­en­haus mit Bal­ko­nen wur­de saniert und Instand gesetzt. Wir haben hier­für die Sta­tik gelie­fert.