Was ist ein frei­er Architekt?

Freier Architekt

Was ein frei­er Archi­tekt ist, ist ganz eng ver­knüpft mit der Fra­ge, wann jemand über­haupt ein Archi­tekt ist. Das mag im ers­ten Moment furcht­bar sim­pel klin­gen – ganz so ein­fach ist das deut­sche Recht dann jedoch nicht. Archi­tekt ist näm­lich eine geschütz­te Berufs­be­zeich­nung. Das heißt: Nicht jeder, der möch­te, darf sich so nen­nen. Nicht ein­mal Absol­ven­ten eines ent­spre­chen­den Stu­di­en­gangs sind sofort Archi­tek­ten. Zuvor ist näm­lich eine Auf­nah­me in die Archi­tek­ten­kam­mer not­wen­dig. Dort wie­der­um las­sen sich die meis­ten Bau­künst­ler als freie Archi­tek­ten regis­trie­ren. Erfolg­reich ver­wirrt? Die Erklä­rung folgt in den kom­men­den Abschnitten.

Wie wird man (frei­er) Architekt?

Ein Haus zu bau­en, ist eine ver­ant­wor­tungs­vol­le Auf­ga­be. Zwar ist der Archi­tekt dank Sta­ti­ker nicht allei­ne für das Trag­werk zustän­dig, doch die Pla­nung eines Ein­fa­mi­li­en­hau­ses muss wohl­über­legt sein. Noch kom­pli­zier­ter wird es bei Dop­pel­häu­sern oder Gewer­be­im­mo­bi­li­en. Um Archi­tekt zu wer­den, ist des­halb ein Stu­di­um not­wen­dig – wahl­wei­se an einer Uni­ver­si­tät oder einer Fach­hoch­schu­le. Wer die Mas­ter-Urkun­de (frü­her das Diplom) in der Tasche hat, ist damit jedoch noch kein Archi­tekt. Dazu ist erst eine Ein­tra­gung in die Archi­tek­ten­kam­mer erfor­der­lich. Die gibt es für jedes Bun­des­land mit eige­nen Vor­aus­set­zun­gen für eine Auf­nah­me. In der Regel wer­den eine Pra­xis­er­fah­rung von zwei Jah­ren und eine spe­zi­el­le Wei­ter­bil­dung gefordert.

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Die Ein­tra­gung in die Lan­des­lis­te erfolgt in der Regel als frei­er Archi­tekt. Dabei han­delt es sich um eine beson­de­re Form der Berufs­aus­übung und sie bedeu­tet, dass der Archi­tekt sei­ne Arbeit eigen­ver­ant­wort­lich und unab­hän­gig aus­übt. Land­läu­fig wird das auch als »selbst­stän­dig« bezeich­net. Ein (hypo­the­ti­sches) Gegen­stück wäre ein Bau­pla­ner, der zum Bei­spiel von einem Bau­stoff­händ­ler beschäf­tigt wird. Er wür­de nicht frei aus allen ver­füg­ba­ren Stei­nen, Flie­sen etc. wäh­len (und somit nach bes­tem Gewis­sen für den Bau­her­ren arbei­ten), son­dern nur die Ware sei­nes Arbeit­ge­bers ver­wen­den. Mit ande­ren Wor­ten: Er wäre unfrei in sei­nen Entscheidungen.

Noch mehr Details: Für Frei­be­ruf­ler gel­ten außer­dem beson­de­re Bedin­gun­gen, was zum Bei­spiel Ver­si­che­run­gen und das Steu­er­recht betrifft. Das ist für den Archi­tek­ten durch­aus wich­tig. Auch Sta­ti­ker als Bau­in­ge­nieu­re gehö­ren zu der Grup­pe der frei­en Beru­fe.

Was macht ein frei­er Architekt?

Ein frei­er Archi­tekt über­nimmt, auf Wunsch, diver­se Auf­ga­ben rund um den Haus­bau. Dazu gehören:

… und je nach indi­vi­du­el­lem Ange­bot noch vie­le mehr. In der Pra­xis über­neh­men jedoch die wenigs­ten Archi­tek­ten tat­säch­lich den vol­len Arbeits­um­fang, der bei der Pla­nung eines Gebäu­des anfällt. Statt­des­sen geben sie Auf­ga­ben wie die Trag­werks­pla­nung und die Aus­füh­rungs­zeich­nung an Spe­zia­lis­ten wie den Sta­ti­ker ab.

Was darf ein frei­er Architekt?

Mit dem Archi­tek­ten-Titel geht auch ein beson­de­res Recht ein­her: die Bau­vor­la­ge­be­rech­ti­gung. Nur wer sie besitzt, darf Geneh­mi­gungs­pla­nun­gen (zur Vor­la­ge beim Bau­amt) unter­zeich­nen. Neben dem Archi­tek­ten hat die­ses Pri­vi­leg nur ein bau­vor­la­ge­be­rech­tig­ter Inge­nieur.

… nicht ganz: Bau­recht ist Lan­des­recht, so dür­fen in eini­gen Län­dern auch Absol­ven­ten ohne Ein­tra­gung sowie bestimm­te Hand­werks­meis­ter (z. B. Mau­rer­meis­ter) soge­nann­te klei­ne Bau­vor­la­gen ein­rei­chen. Fra­gen Sie dazu bei Ihrem ört­li­chen Bau­amt nach.

Ist ein Archi­tekt für den Haus­bau notwendig?

Wer ein Haus bau­en will, braucht einen Archi­tek­ten. Das stimmt nur bedingt. Wie beschrie­ben, ist ein aus­ge­wie­se­ner Exper­te für die Bau­vor­la­ge nötig. Das kann jedoch auch ein ent­spre­chen­der Bau­in­ge­nieur sein.

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