Sta­ti­ker selbst aus­su­chen

Statiker kann man selbst aussuchen

… oder wird er vom Archi­tek­ten beauf­tragt?

Besteht das Recht auf freie Wahl des Sta­ti­kers? Kann ich mir somit den Sta­ti­ker selbst aus­su­chen? Die Ant­wort ist ein­fach: Ja. Trotz­dem lohnt ein Blick ins Detail. Wann ist die freie Wahl eines Sta­ti­ker sinn­voll – und wann bie­tet ein Büro mit einem Archi­tek­ten und Bau­in­ge­nieur Vor­tei­le? Die wich­tigs­ten Ant­wor­ten dazu sind im Fol­gen­den zusam­men­ge­fasst.

Abgren­zung: Sta­ti­ker und Archi­tekt

Wer ein Ein­fa­mi­li­en­haus, eine DHH oder einen ande­ren Neu­bau plant, wen­det sich häu­fig an einen Archi­tek­ten. Ent­ge­gen land­läu­fi­ger Mei­nun­gen ist die­ser jedoch in aller Regel nicht für die kom­plet­te Umset­zung des Bau­vor­ha­bens ver­ant­wort­lich. Aller­dings über­nimmt er übli­cher­wei­se die Bau­lei­tung, wes­halb der Ein­druck ent­steht, er sei für alle Leis­tun­gen zustän­dig. Tat­säch­lich arbei­ten die meis­ten Archi­tek­ten mit einem Sta­ti­ker zusam­men und dele­gie­ren wich­ti­ge Auf­ga­ben. Das aus meh­re­ren Grün­den:

Wer enga­giert den Sta­ti­ker?

Grund­sätz­lich bleibt der Bau­herr der Ent­schei­der, wel­che Unter­neh­men oder Per­so­nen der Archi­tekt beauf­tragt. In der Pra­xis freu­en sich vie­le Kun­den jedoch dar­über, wenn der Archi­tekt Betrie­be vor­schlägt. Das kann durch­aus sinn­voll sein, denn Archi­tek­ten ken­nen Hand­wer­ker und Co. aus der Regi­on sehr gut und wis­sen, wer wel­che Auf­ga­be am bes­ten umset­zen kann. Das gilt aber nur in gewis­sem Rah­men für die Wahl des Sta­ti­kers. Sta­ti­ker müs­sen in der Regel nicht vor Ort ansäs­sig sein. Ihre Leis­tun­gen basie­ren auf den Plä­nen der Archi­tek­ten und kön­nen von über­all erle­digt wer­den. Hier soll­te man als Bau­herr einen Preis­ver­gleich vor­neh­men, denn der Archi­tekt greift ger­ne auf alt bewähr­tes und nicht immer auf kos­ten­op­ti­ma­les zurück.

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Prin­zi­pi­ell gibt es zwei Vari­an­ten, nach denen Sta­ti­ker und Archi­tek­ten zusam­men­ar­bei­ten.

1. Beauf­tra­gung eines frei­en Sta­ti­kers oder Sta­tik­bü­ros

Eben­so wie es Archi­tek­ten gibt, fin­den sich auch in nahe­zu jeder Stadt Inge­nieur­bü­ros für Trag­werks­pla­nung. Durch das Inter­net kön­nen Bau­herrn auch bun­des­weit agie­ren­de Sta­ti­ker, wie wir es bei ESTATIKA sind, enga­gie­ren. Die­se unab­hän­gi­gen Spe­zia­lis­ten bie­ten umfas­sen­de Leis­tun­gen aus dem Spek­trum der Sta­ti­ker­tä­tig­keit an. Dazu gehö­ren neben der Trag­werks­pla­nung unter ande­rem auch:

Sowohl der Sta­ti­ker als auch der Archi­tekt gehört zu der Grup­pe der frei­en Beru­fe (auch Frei­be­ruf­ler und frei­schaf­fend genannt). Die­se Berufs­be­zeich­nung hat aber natür­lich nichts mit der frei­en Wähl­bar­keit durch den Kun­den zu tun.


2. Archi­tek­tur­bü­ro mit Sta­ti­ker

Gro­ße Archi­tek­tur­bü­ros beschäf­ti­gen oft eige­ne Trag­werks­pla­ner. So kann der Archi­tekt im Namen sei­nes Betriebs alle Leis­tun­gen aus einer Hand anbie­ten.

Die meis­ten klei­ne­ren Archi­tek­ten­bü­ros oder freie Archi­tek­ten haben einen Sta­ti­ker in der Nähe, mit dem sie gern zusam­men­ar­bei­ten. Beim Sta­ti­ker han­delt es sich in aller Regel um einen Bau­in­ge­nieur. Auf Grund ihrer fach­li­chen Kom­pe­tenz könn­ten Archi­tek­ten zwar selbst Wei­ter­bil­dun­gen zum Trag­werks­pla­ner absol­vie­ren, in der Pra­xis kon­zen­trie­ren sie sich jedoch auf den Ent­wurf und über­las­sen die Sta­tik einem Spe­zia­lis­ten.

Ist der Sta­ti­ker frei wähl­bar?

Sind Bau­her­ren mit der Wahl des Archi­tek­ten an einen Sta­ti­ker gebun­den? Nein. Es bleibt in der Hand der Auf­trag­ge­ber, ob sie den Vor­schlag akzep­tie­ren oder einen eige­nen Sta­ti­ker wäh­len. Das heißt: Wer ein Haus bau­en möch­te, soll­te sich zuvor über das Ange­bot von Sta­ti­kern infor­mie­ren und dann ent­schei­den, ob er selbst ein Büro beauf­tragt oder den Vor­schlag des Archi­tek­ten annimmt. Kos­ten und Qua­li­tät sind bei der Ent­schei­dung wich­tig!

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Sta­ti­ker selbst wäh­len: ja oder nein?

Ist es sinn­voll, den Sta­ti­ker selbst zu wäh­len? Die­se Fra­ge lässt sich nicht pau­schal beant­wor­ten. Es gibt in bei­den Fäl­len indi­vi­du­el­le Vor­tei­le, die je nach per­sön­li­cher Ein­schät­zung und Situa­ti­on mehr oder weni­ger stark wie­gen.

Vor­tei­le der frei­en Wahl: Wer den Sta­ti­ker selbst aus­su­chen will, kann sich für den Betrieb ent­schei­den, der am kom­pe­ten­tes­ten erscheint. Häu­fig lohnt sich die eige­ne Suche auch finan­zi­ell. Zudem ist es mög­lich, einen per­sön­lich bekann­ten Sta­ti­ker mit den Berech­nun­gen zu beauf­tra­gen. Viel­leicht sind in Zukunft wei­te­re Bau­pro­jek­te geplant? Dann ist es vor­teil­haft, lang­fris­tig mit einem Trag­werks­pla­ner zusam­men­zu­ar­bei­ten, der ein brei­tes Spek­trum an Leis­tun­gen anbie­tet.

Vor­tei­le Trag­werks­pla­ner über Archi­tek­ten: Wich­tigs­ter Vor­teil ist, dass Bau­her­ren nicht selbst nach einem Bau­in­ge­nieur suchen müs­sen. Archi­tekt und Sta­ti­ker ken­nen sich zudem bereits, was die Abspra­che erleich­tern kann.

Ist ein frei­er Sta­ti­ker güns­ti­ger?

In Bezug auf die Kos­ten gibt es eine grund­sätz­li­che Rege­lung: Das Hono­rar für den Sta­ti­ker rich­tet sich zu meist noch nach der HOAI. In der Pra­xis berech­net ein frei­er Sta­ti­ker die glei­chen Leis­tun­gen wie ein vom Archi­tek­ten enga­gier­ter Trag­werks­pla­ner. Den­noch gibt es einen gewis­sen Spiel­raum, wie viel die erbrach­ten Leis­tun­gen am Ende kos­ten.

Wer einen Sta­ti­ker selbst beauf­tra­gen möch­te, soll­te vor Ver­trags­ab­schluss einen Kos­ten­vor­anschlag ein­ho­len. Sinn­voll ist die Suche im Inter­net. Hier kann man mit wenig Auf­wand ein best­mög­li­ches Preis-/Leis­tungs­ver­hält­nis errei­chen. Es gibt durch­aus preis­wer­te Sta­ti­ker, die mit einer hohen Qua­li­tät zu einem ange­mes­se­nen Preis über­zeu­gen kön­nen.


Umbau und Sanie­rung ohne Archi­tek­ten

Eine wich­ti­ge Fra­ge im Zusam­men­hang mit Bau­maß­nah­men ist, ob ein Archi­tekt über­haupt not­wen­dig ist. So gibt es vie­le Sta­ti­ker, die auch Ent­wür­fe anbie­ten. Zudem erfor­dert nicht jede Umbau­maß­nah­me eine archi­tek­to­ni­sche Pla­nung. Gute Bei­spie­le sind der Wand­durch­bruch und der Dach­aus­bau. Die bau­li­chen Gege­ben­hei­ten bestehen hier bereits, sodass der Umbau vor allem tech­nisch abge­wi­ckelt wer­den muss. In sol­chen Fäl­len lässt sich tat­säch­lich sagen, dass eine Sanie­rung oder ein Anbau ohne Archi­tekt etwas güns­ti­ger aus­fällt. Bau­her­ren haben zudem die freie Wahl, wel­chen Betrieb sie beauf­tra­gen.

Nicht alle Inge­nieur­bü­ros bie­ten die Bau­lei­tung an. Es ist sinn­voll, sich zuvor zu infor­mie­ren, ob das gesam­te Bau­vor­ha­ben über den Sta­ti­ker abge­wi­ckelt wer­den kann oder ob der Bau­in­ge­nieur einen Archi­tek­ten hin­zu­zie­hen möch­te.


Erst zum Sta­ti­ker, dann zum Archi­tek­ten?

Der übli­che Weg führt zuerst zum Archi­tek­ten, dann zum Sta­ti­ker. Das ist jedoch nicht immer sinn­voll. Es gibt Situa­tio­nen, in denen ein Gut­ach­ten des Sta­ti­kers im Vor­feld emp­feh­lens­wert ist. Dazu gehört zum Bei­spiel die Bestands­ana­ly­se des Trag­werks, etwa im Alt­bau. Die Fra­ge wäre in die­sem Zusam­men­hang: Ist ein Umbau tech­nisch mög­lich und finan­zier­bar? Ähn­li­ches gilt für das Boden­gut­ach­ten. Auch hier prüft ein qua­li­fi­zier­ter Bau­in­ge­nieur bei Bedarf, ob im Fall eines Baus beson­de­re Maß­nah­men wie Grün­dun­gen erfor­der­lich wären.

Gene­rell soll­te sich der Bau­herr par­al­lel zur Archi­tek­ten-Suche auch mit den Auf­ga­ben eines Sta­ti­kers ver­traut machen. Mit einem selbst gefun­de­nen Büro für Sta­tik kann dann zusam­men­ge­ar­bei­tet wer­den, wenn es zur Rea­li­sie­rung des Bau­vor­ha­bens kommt. Mit etwas Eigen­in­itia­ti­ve ist eini­ges an Geld zu spa­ren … bei glei­cher oder bes­se­rer Qua­li­tät.

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