Neubau Einfamilienhaus in NRW

Bei die­sem in 2018 errich­te­ten Ein­fa­mi­li­en­haus bei Ibben­bü­ren, einer klei­nen Stadt zwi­schen Müns­ter und Osna­brück, haben wir die Sta­tik mit Posi­ti­ons­über­sicht und die not­wen­di­gen Beweh­rungs­plä­ne erstellt.

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Vor­der­an­sicht

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Rück­sei­te mit Gar­ten

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Ter­ras­sen­über­da­chung

Wir wur­den von unse­rem Part­ner, den ZWO-Archi­tek­ten, beauf­tragt. Da uns alle Plä­ne und Unter­la­gen umge­hend zur Ver­fü­gung stan­den, konn­te die Sta­tik inner­halb von zwei Wochen von uns rea­li­siert wer­den. Ohne Vor-Ort-Ter­min.

Wir erstel­len eine Sta­tik immer schnellst­mög­lich, da Ver­zö­ge­run­gen nach der Ertei­lung der Bau­ge­neh­mi­gung den Bau­herrn bares Geld kos­ten. Sei es durch dop­pel­te Wohn­kos­ten (Mie­te und Bau­en) oder aber durch Zins­zah­lun­gen bei der Bank.

Die bau­phy­si­ka­li­schen Nach­wei­se zum Wär­me­schutz sind ander­wei­tig (nicht an einen Sta­ti­ker) ver­ge­ben wor­den. Eine Prüf­sta­tik ist bei einem Ein­fa­mi­li­en­haus in Nie­der­sach­sen nicht erfor­der­lich; eine Zusam­men­ar­beit mit einem Prüf­sta­ti­ker nach dem 4‑Au­gen-Prin­zip somit nicht vor­ge­se­hen.

Projektbeschreibung

Die­ses neu erbau­te EFH hat zwei Voll­ge­schos­se mit einem Zelt­dach, Ter­ras­sen­über­da­chung und einer Gara­ge, ist aber ohne Kel­ler geplant wor­den. Im obers­ten Geschoss ist eine Holz­bal­ken­de­cke ver­baut. Ein Vor­dach zum Schutz vor Regen und ande­ren Wit­te­run­gen wur­de beim Haus­ein­gang, als auch bei der Gara­ge, berück­sich­tigt.

Wei­te­re Eck­punk­te die­ses wun­der­schö­nen Ein­fa­mi­li­en­hau­ses sind – vor allem aus sta­ti­scher Sicht – die tra­gen­de Boden­plat­te mit Frost­schür­ze, die Eck­fens­ter mit einer schlan­ken Stüt­ze (die­se ver­schwin­den somit in der Fens­ter­ver­klei­dung), der Spitz­bo­den zu Lager­zwe­cken und die Fili­gran­de­cken. Wäh­rend wir bei der Boden­plat­te des Hauses/​der Gara­ge die Beweh­rungs­plä­ne mit einer obe­ren und unte­ren Lage erstellt haben, wur­den bei den Decken nur die obe­re Lage gezeich­net, da die unte­re Lage bei Fili­gran­de­cken schon ab Werk bewehrt ist.

Fili­gran­de­cken sind Halb­fer­tig­tei­le, d. h. vor­ge­fer­tig­te Stahl­be­ton­plat­ten mit einer Dicke von 5 bis 7 cm. Die obe­re Lage wird je nach Bedarf durch Ort­be­ton auf der Bau­stel­le gegos­sen. Kom­plet­te Fer­tig­de­cken gibt es natür­lich auch, bspw. bei Den­nert.

Statische Eckpunkte

Im Erd­ge­schoss sind weni­ge tra­gen­de Ele­men­te ver­baut wor­den, damit eine offe­ne Küche den moder­nen Cha­rak­ter des Hau­ses for­men kann. Ein Unter­zug – d. h. ein in die Decke inte­grier­ter Stahl­be­ton-Bal­ken zur Last­wei­ter­ga­be an die Außen­wän­de – war aus opti­schen Grün­den eben­falls nicht gewünscht und auch vom Archi­tek­ten nicht vor­ge­se­hen. Die Las­ten, die von oben kom­men, lan­den als Lini­en­last auf der Erd­ge­schoss­de­cke und wer­den von die­ser getra­gen bzw. an die jewei­li­gen Außen­wän­de und tra­gen­den Innen­wän­de über­tra­gen. Durch die Holz­bal­ken­de­cke im Ober­ge­schoss ist das Gewicht/​Last jedoch über­schau­bar. Des­halb muss­te die Decke nicht wesent­lich ver­stärkt wer­den.

Nicht nur das Gewicht ist für die Trag­fä­hig­keit ent­schei­dend! Je grö­ßer die Spann­wei­te, des­to mehr kann sich die Decke durch­bie­gen. Dann müs­sen eben­falls tra­gen­de Innen­wän­de oder Unter­zü­ge im Erd­ge­schoss berück­sich­tigt wer­den.

Bei dem in der Decke inte­grier­te Vor­dach ist beson­ders der Wär­me­schutz zu beach­ten. Das Außen­bau­teil muss von dem Inne­ren getrennt sein, so dass die Käl­te nicht ins Haus­in­ne­re zieht. Es wur­de hier­bei die Lösung von Schöck Iso­korbs gewählt.

Das Dach hat eine Nei­gung von 28°. Damit wer­den die Auf­la­gen der Bau­ord­nung für das Bau­ge­biet erfüllt. Die damit ein­her­ge­hen­den Schrä­gen brin­gen hori­zon­ta­le Las­ten auf die Außen­wand. Um den Druck und eine Sprei­zung des Daches zu ver­mei­den, ist ein Ring­bal­ken mit zusätz­li­chen inne­ren Rin­gen auf dem obers­ten Geschoss­wän­den bewehrt wor­den. Aus den dar­aus her­aus­ra­gen­den Gewin­de­stan­gen ist die Holz­bal­ken­de­cke befes­tigt wor­den. Alter­na­tiv wäre auch eine Beton­de­cke mit Träm­pel­stüt­zen mög­lich gewe­sen. Die­se Decken­va­ri­an­te mit den klei­nen (aus der Decke her­aus­ra­gen­den) Stüt­zen ist in der Herstellung/​Umsetzung jedoch deut­lich teu­rer, wes­halb man sich dage­gen ent­schie­den hat.

Um die Last des Daches bes­ser abzu­fan­gen, wur­de ein Pfet­ten­kranz von uns vor­ge­schla­gen und in der Bau­pha­se auch plan­ge­treu umge­setzt. Die Last wird dabei durch den Kranz von einem ein­zel­nen Punkt auf vier Stüt­zen ver­teilt. Dar­über hin­aus wer­den die Stützwei­ten der vier Gratspar­ren (Dia­go­na­len, die die Dach­flä­chen von­ein­an­der tren­nen) zur Ent­las­tung ver­rin­gert.

Aus­zü­ge aus den Sta­tik-Plä­nen:

Positionsübersicht

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Bewehrungsplan Ringanker Obergeschoss

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Wir konn­ten auch den nach­träg­li­chen Wunsch zur Über­prü­fung des Pfet­ten­kran­zes zwecks Ein­satz eines Dach­flä­chen­fens­ters zeit­nah erfül­len. Damit wur­de schnell die Grund­la­ge für den Zim­mer­mann und der Erstel­lung des Dach­stuh­les gelegt.

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