Zuschuss Bau­be­glei­tung KfW 431 – Ener­gie­ef­fi­zi­ent Bau­en und Sanieren

Baubegleitung KfW 431

Wenn Sie ener­gie­ef­fi­zi­ent bau­en wol­len, ste­hen Ihnen eini­ge För­der­pro­gram­me der Kre­dit­an­stalt für Wie­der­auf­bau (KfW) zur Ver­fü­gung. Eines davon ist der Zuschuss Bau­be­glei­tung (431) für das KfW-Pro­gramm ener­gie­ef­fi­zi­en­tes Bau­en und Sanie­ren. Die­sen Zuschuss erhal­ten Sie, wenn Sie eine Bau­be­glei­tung durch einen qua­li­fi­zier­ten Ener­gie­be­ra­ter (unab­hän­gi­ger Sach­ver­stän­di­ger) in Anspruch nehmen.


Stand Dezem­ber 2020. Ver­bind­li­che und aus­führ­li­che Infor­ma­tio­nen erhal­ten Sie bei der KfW oder Ihrer Haus­bank. Ggf. sind die KfW-Pro­gram­me ausgelaufen/​angepasst wor­den, oder die För­der­land­schaft hat sich ander­wei­tig verändert. 


Den Zuschuss Bau­be­glei­tung für das KfW-Pro­gramm 431 erhal­ten Sie als Bau­herr, wenn Sie einen Neu­bau pla­nen oder ein bestehen­des Gebäu­de sanie­ren wol­len. Auch Woh­nungs­ei­gen­tü­mer­ge­mein­schaf­ten erhal­ten die­se För­de­rung. Den Zuschuss kön­nen Sie aller­dings nur in Anspruch neh­men, wenn Sie fol­gen­de Pro­gram­me der KfW nutzen:

Mög­lich ist auch die Kom­bi­na­ti­on mit dem Zuschuss für die Ener­gie­be­ra­tung vor Ort (BAFA För­de­rung).


Die Kos­ten für die fach­kun­di­ge Bau­be­glei­tung wer­den Ihnen vom beauf­trag­ten Exper­ten in Rech­nung gestellt. Dies betrifft die Bau­be­glei­tungs­leis­tun­gen und die ener­ge­ti­sche Fach­pla­nung. Die KfW gewährt Ihnen einen Zuschuss in Höhe von 50 % für die Exper­ten­kos­ten, jedoch nicht mehr als 4.000 Euro für jedes Bau­vor­ha­ben. Aller­dings erhal­ten Sie erst einen Zuschuss ab 300 Euro. Ihr Bau­be­glei­ter müss­te also eine Rech­nung über min­des­tens 600 Euro aus­stel­len. Die­ser Zuschuss wird nur ein­mal gewährt und muss nicht zurück­ge­zahlt wer­den.

Kurz und knapp die Vor- und Nach­tei­le des KfW-Zuschus­ses 431

Vor­tei­le:

  • Rück­zah­lung nicht erforderlich
  • Ver­rin­ge­rung der Kos­ten für qua­li­fi­zier­ten Energieberater

Nach­tei­le:

  • Zuschuss nur mög­lich, wenn die KfW-För­der­pro­gram­me 151, 152, 153 und 430 genutzt werden.
  • 50 % der Kos­ten für die Bau­be­glei­tung müs­sen Sie selbst über­neh­men, denn die KfW erstat­tet nur 50 % der gesam­ten Kosten.

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Bedin­gun­gen für den Zuschuss KfW 431

Den Zuschuss für die Bau­be­glei­tung erhal­ten Sie nur, wenn Sie beim Neu­bau eben­falls das Pro­gramm KfW-För­de­rung 153 nut­zen. Um das För­der­pro­gramm nut­zen zu kön­nen, muss Ihre (neu erbau­te oder gekauf­te) Immo­bi­lie aller­dings ein KfW-Effi­zi­enz­haus-Stan­dards errei­chen. Hier­bei gel­ten die Wer­te 40, 40 plus und 55. Je nied­ri­ger die Zahl ist, des­to gerin­ger ist der Ener­gie­be­darf der Immo­bi­lie. Zum Ver­gleich: Das KfW-Effi­zi­enz­haus 100 ent­spricht allen Vor­ga­ben der Ener­gie­ein­spar­ver­ord­nung (EnEV).

Bei dem Effi­zi­enz­haus 55 liegt der Trans­mis­si­ons­wär­me­ver­lust bei 70 % und es benö­tigt nur 55 % der Pri­mär­ener­gie. Damit wird der bau­li­che Wär­me­schutz um 30 % erhöht. Für das Effi­zi­enz­haus 55 erhal­ten Sie von der KfW pro Wohn­ein­heit einen Kre­dit in Höhe von maxi­mal 120.000 Euro mit 15 % Til­gungs­zu­schuss (max. 18.000 Euro). Das Ener­gie­ef­fi­zi­enz­haus 40 punk­tet mit einem Pri­mär­ener­gie­be­darf von 40 % und ver­fügt über einen Trans­mis­si­ons­wär­me­ver­lust von 55 %. Die maxi­ma­le Kre­dit­hö­he für die­ses Haus beträgt eben­falls 120.000 Euro mit 20 % Til­gungs­zu­schuss (max. 24.000 Euro) pro Wohn­ein­heit. Den höchs­ten Stan­dard bie­tet das Ener­gie­ef­fi­zi­enz­haus 40 plus. Für die­se Neu­bau­för­de­rung besitzt Ihr Haus eine strom­erzeu­gen­de Anla­ge (bei­spiels­wei­se eine Pho­to­vol­ta­ik­an­la­ge) und eine Lüf­tungs­an­la­ge mit Wär­me­rück­ge­win­nung. Der Pri­mär­ener­gie­be­darf und der Trans­mis­si­ons­wär­me­ver­lust sind genau­so wie beim Ener­gie­ef­fi­zi­enz­haus 40. Die Kre­dit­hö­he liegt bei 120.000 Euro mit 25 % Til­gungs­zu­schuss (max. 30.000 Euro) pro Wohneinheit.


Damit Sie den Zuschuss für Bau­be­glei­tung bei einer Sanie­rung bekom­men, müs­sen Sie die KfW-För­der­pro­gram­me 151 /​ 152 oder 430 in Anspruch nehmen.

Bei dem KfW-Pro­gramm 151 /​ 152 »ener­gie­ef­fi­zi­ent sanie­ren – Kre­dit« erhal­ten Sie einen Kre­dit, wenn Sie ein Wohn­ge­bäu­de ener­ge­tisch sanie­ren wol­len. Dies gilt für Gebäu­de, für die der Bau­an­trag vor dem 01.02.2002 gestellt wur­de. Bei einer Kom­plett­sa­nie­rung erhal­ten Sie einen Kre­dit bis zu 120.000 Euro pro Wohn­ein­heit. Bei Ein­zel­maß­nah­men, bei­spiels­wei­se dem Ein­bau neu­er Fens­ter, gibt es bis 50.000 Euro Kre­dit pro Wohn­ein­heit. Bei Hei­zun­gen mit Öl und Gas ent­fal­len seit dem 01.01.2020 die KfW-För­de­run­gen. Der Kre­dit ist bis fünf Jah­re til­gungs­frei, sie erhal­ten einen Til­gungs­zu­schuss und die Zins­bin­dung gilt bis zu 10 Jah­ren.

Die KfW-För­de­rung 430 (ener­gie­ef­fi­zi­ent sanie­ren – Inves­ti­ti­ons­zu­schuss) ist für die ener­ge­ti­sche Sanie­rung von Ein- und Zwei­fa­mi­li­en­häu­sern und Eigen­tums­woh­nun­gen gedacht. Der Inves­ti­ti­ons­zu­schuss wird gewährt, wenn das Gebäu­de vor dem 01.02.2002 fer­tig­ge­stellt wur­de. Die KfW gewährt bei einer Kom­plett­sa­nie­rung bis zu 48.000 Euro und 10.000 Euro für Einzelmaßnahmen.


Antrag und Ablauf für den Zuschuss Baubegleitung

Die För­de­rung der KfW umfasst die ener­ge­ti­sche Bau­be­glei­tung und eben­so Fach­pla­nung, wenn Sie ein KfW-Effi­zi­enz­haus neu bau­en oder ein bestehen­des Objekt auf die­sen Stan­dard sanie­ren wol­len. Die ener­ge­ti­sche Sanie­rung wird eben­falls geför­dert, wenn Sie nur Ein­zel­maß­nah­men pla­nen. Und so kom­men Sie zu der Förderung:

Exper­ten auswählen

Nur ein aner­kann­ter Exper­te kann bei Ihnen die Bau­be­glei­tung für ein KfW-Effi­zi­enz­haus durch­füh­ren (sie­he Effi­zi­enz­lis­te). Der Exper­te über­nimmt für Ihr Gebäu­de oder Woh­nung die Bera­tung, Pla­nung und die Bau­be­glei­tung. Er muss wirt­schaft­lich unab­hän­gig sein. Das heißt im Folgenden:

  • Der Exper­te darf kei­ne Leis­tun­gen oder Lie­fe­run­gen leisten.
  • Er darf nicht Gesell­schaf­ter, Inha­ber oder Ange­stell­ter eines Lie­fe­ran­ten oder bau­aus­füh­ren­den Unter­neh­mens sein.
  • Er darf nicht von einem Lie­fe­ran­ten oder bau­aus­füh­ren­den Unter­neh­men beauf­tragt sein.
  • Wenn Sie selbst als Pla­ner oder Ener­gie­ex­per­te frei­be­ruf­lich tätig sind, gibt es eben­falls kei­nen Zuschuss zur Bau­be­glei­tung. Die eige­ne Werk­leis­tung ist ein »Insich­ge­schäft« und kann nicht in Rech­nung gestellt werden.

Der Exper­te doku­men­tiert die ener­ge­ti­sche Fach­pla­nung sowie die Bau­be­glei­tung und über­gibt Ihnen die­se nach Fer­tig­stel­lung. Die för­der­fä­hi­gen Leis­tun­gen kön­nen durch Drit­te erfol­gen. Hier­bei muss der Exper­te die­se Leis­tun­gen anhand der nöti­gen Nach­wei­se prü­fen und anerkennen.


Ein guter Ener­gie-Effi­zi­enz-Exper­te über­nimmt vie­le Auf­ga­ben und fun­giert als Ansprech­part­ner bei der KfW-Bau­be­glei­tung Ihres Neu­baus. Ein opti­ma­les Ergeb­nis wird erreicht, wenn der Ener­gie­be­ra­ter eng mit dem Sta­ti­ker zusam­men arbei­tet. So wie bei uns. Denn Fra­gen zum Wär­me­schutz betref­fen auch die Trag­werks­pla­nung, und umge­kehrt.

Fra­gen Sie unse­re Exper­ten kos­ten­los zum KfW-Zuschuss oder zu Trag­werks­pla­nun­gen direkt an:





För­de­rung beantragen

Den Zuschuss müs­sen Sie unbe­dingt vor Beginn der Bau­ar­bei­ten bean­tra­gen. Die Bera­tung und Pla­nung durch den Exper­ten und even­tu­el­le Abschlüs­se von Lie­fer- und Leis­tungs­ver­trä­gen wer­den nicht als Bau­be­ginn gewertet.

Im KfW-Zuschuss­por­tal bean­tra­gen Sie die För­de­rung. Dafür benö­ti­gen Sie die »Bestä­ti­gung zum Antrag (BzA)«, den Sie von Ihrem Exper­ten erhal­ten. Die­se BzA ent­hält Ihre Iden­ti­fi­ka­ti­ons­num­mer, die Sie für den Antrag brau­chen. Da Sie den Zuschuss zur Bau­be­glei­tung nicht allei­ne erhal­ten, müs­sen Sie zeit­gleich ein ande­res KfW-För­der­pro­gramm wie KfW 151152, KfW 153 oder KfW 430 beantragen.

Bau­maß­nah­men begin­nen und Zuschuss erhalten

Bevor Sie mit den ener­ge­ti­schen Bau­maß­nah­men begin­nen, müs­sen Sie die Zusa­ge der KfW abwar­ten. Falls Sie vor­her begin­nen, haben Sie kei­nen Anspruch mehr auf den Zuschuss und die Kos­ten des Exper­ten über­neh­men Sie vollständig.


Wuss­ten Sie eigent­lich, dass Bau­her­ren ihren Sta­ti­ker frei wäh­len kön­nen? In digi­ta­len Zei­ten ist eine Zusam­men­ar­beit vom »Archi­tek­ten des Ver­trau­ens« mit einem »frei gewähl­ten Sta­ti­ker« ohne Rei­bungs­ver­lus­te mög­lich. Somit kön­nen Sie deutsch­land­weit Prei­se für Ihre benö­tig­te Sta­tik ver­glei­chen und erheb­lich Kos­ten spa­ren. Nut­zen Sie den tech­ni­schen Fortschritt!



Inner­halb von 36 Mona­ten soll­ten Sie die Bau­maß­nah­men durch­ge­führt haben. Die Prü­fung und die Umset­zung der för­der­fä­hi­gen Maß­nah­men prüft Ihr Exper­te. Anschlie­ßend erhal­ten Sie die Bestä­ti­gung mit einer Iden­ti­fi­ka­ti­ons­num­mer (BnD-ID), die Sie im KfW-Zuschuss­por­tal ein­ge­ben, eben­so wie die Höhe der geleis­te­ten Zah­lun­gen. Die Rech­nun­gen über die för­der­fä­hi­gen Leis­tun­gen des Exper­ten wer­den eben­so benö­tigt. Die­se müs­sen Sie über­wei­sen und nicht in bar begleichen.

Die KfW prüft Ihren Nach­weis der Vor­ha­bens­durch­füh­rung und über­weist anschlie­ßend den Zuschuss zur Bau­be­glei­tung auf Ihr Konto.

War­um eine Bau­be­glei­tung nach KfW 431 sinn­voll ist

Bei einer ener­ge­ti­schen Sanie­rung müs­sen vie­le Gewer­ke auf­ein­an­der abge­stimmt wer­den. Das betrifft even­tu­ell die neue Hei­zungs­an­la­ge und die Wär­me­däm­mun­gen auf dem Dach und an den Wän­den. Damit die ener­ge­ti­schen Zie­le auch opti­mal wir­ken kön­nen, muss alles auf­ein­an­der abge­stimmt wer­den. Ein klei­ner Feh­ler in die­ser Pla­nung kann zur Fol­ge haben, dass even­tu­ell der ange­streb­te Pri­mär­ener­gie­be­darf und der Trans­mis­si­ons­wär­me­ver­lust nicht erreicht wer­den kann. Des­wei­te­ren kann es natür­lich vor­kom­men, dass bei einem Neubau/​einer Sanie­rung Män­gel oder Schä­den auf­tre­ten. Mög­li­cher­wei­se haben die­se Schä­den gra­vie­ren­de Fol­gen. Ein Exper­te erkennt die­se Bau­män­gel und sorgt für eine recht­zei­ti­ge Behebung.

Wenn Sie also nicht selbst Erfah­run­gen im Bau­ge­wer­be haben, soll­ten Sie die Bau­be­glei­tung in Anspruch neh­men. Mit den För­der­mit­teln der KfW haben Sie gute Vor­aus­set­zun­gen für den ener­ge­ti­schen Neu­bau oder eine gut funk­tio­nie­ren­de Sanierung.

Wenn Sie Fra­gen bezüg­lich der Steu­er wegen eines KfW-För­der­pro­gram­mes haben, wen­den Sie sich bit­te an Ihren Steu­er­be­ra­ter, den Lohn­steu­er­hil­fe­ver­ein oder an Ihr zustän­di­ges Finanzamt.


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