Was macht ein Sta­ti­ker 2020 anders als frü­her?

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Tablet und Inter­net statt Geo­drei­eck und Papier – der Beruf des Sta­ti­kers hat sich durch die Digi­ta­li­sie­rung spür­bar ver­än­dert. Ein Ein­blick in Trag­werks­pla­nung frü­her und heu­te. So arbei­ten Sta­ti­ker im Jahr 2020!

Online statt Orts­ter­min

Der wohl wich­tigs­te Fort­schritt in den ver­gan­ge­nen Jahr­zehn­ten ist das Inter­net. Das Bild des Sta­ti­kers mit gel­bem Bau­helm vor dem Roh­bau stammt näm­lich im Wesent­li­chen aus der Zeit vor der Digi­ta­li­sie­rung. Für ein Ein­fa­mi­li­en­haus oder ein ähn­li­ches Vor­ha­ben ist es mitt­ler­wei­le nicht mehr not­wen­dig, dass der Inge­nieur den Bau besucht. Die Daten, die der Archi­tekt lie­fert, sind dank CAD und Co. so umfang­reich und aus­sa­ge­kräf­tig, dass die Arbeit rein am Com­pu­ter statt­fin­den kann.

Posi­ti­ver Neben­ef­fekt für Bau­her­ren: Wenn der Online-Sta­ti­ker nicht zwin­gend vor Ort sein muss, um das Trag­werk zu berech­nen, bringt das meh­re­re Vor­tei­le. So kön­nen Bau­her­ren ihren Trag­werks­pla­ner bun­des­weit suchen und auf die­se Wei­se Ange­bo­te vie­ler Büros ver­glei­chen. Dank moder­ner Tech­nik ist es für den Sta­ti­ker kein Pro­blem, mit einem bis­her unbe­kann­ten Archi­tek­ten zusam­men­zu­ar­bei­ten.

Wir bie­ten Sta­tik­be­rech­nun­gen zum Fest­preis an. Eine EFH-Sta­tik bis 150 m² Brut­to­grund­flä­che kos­tet bei uns inkl. Wär­me­schutz­nach­weis 2.150 Euro (inkl. MwSt.) und dau­ert 30 Werk­ta­ge – per »Express« sogar nur 15 Werk­ta­ge. Natür­lich jeweils ab Auf­trags­ein­gang und tech­ni­scher Klä­rung.

Wir erstel­len für Wohn­ge­bäu­de bis 3 Wohn­ein­hei­ten den Wär­me­schutz­nach­weis für 550 Euro (inkl. MwSt.), den Brand­schutz­nach­weis für 1.000 Euro (inkl. MwSt.) und den Schall­schutz­nach­weis für 600 Euro (inkl. MwSt.). Eine Sta­tik für den Durch­bruch einer Wand kos­tet 900 Euro (inkl. MwSt.), einer Decke 900 Euro (inkl. MwSt.).

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Digi­ta­li­sie­rung von Anfra­ge bis Pla­nung

Auf­fal­lend ist, dass sich die Digi­ta­li­sie­rung über den gesam­ten Pro­zess erstreckt. Das beginnt schon bei der Anfra­ge. Bau­her­ren kön­nen ihren Sta­ti­ker im Inter­net suchen und online beauf­tra­gen. Wich­tig zu wis­sen: Das ist pro­blem­los mög­lich, der Bau­herr hat die vol­le Sou­ve­rä­ni­tät über die Auf­trags­ver­ga­be – auch wenn der Archi­tekt die Bau­lei­tung über­nimmt.

Nach dem Auf­trag geht die Arbeit des Sta­ti­kers im Büro wei­ter. Er erhält die Unter­la­gen online, berech­net das Trag­werk und über­mit­telt die Doku­men­te wie­der an den Archi­tek­ten.

Auto­ma­ti­sie­rung im Sta­ti­ker-Büro 2020

Ein wei­te­rer Trend in vie­len Berei­chen ist die Auto­ma­ti­sie­rung. In Bran­chen wie dem Maschi­nen­bau ist die­se Ent­wick­lung schon weit fort­ge­schrit­ten, Bau­in­ge­nieu­re lie­gen hier noch etwas zurück. Bau­tei­le nach Maß aus dem 3D-Dru­cker sind zum Bei­spiel eher Zukunfts­mu­sik. Den­noch ste­hen dank moder­ner Fer­ti­gung heu­te vie­le Bau­ele­men­te nach Maß zur Ver­fü­gung, mit denen der Sta­ti­ker pla­nen kann.

Mehr Effi­zi­enz bei der Arbeit

Ein Ver­gleich zwi­schen frü­her und heu­te zeigt anschau­lich, wie sich die Arbeit des Bau­in­ge­nieurs geän­dert hat. Bis vor eini­gen Jah­ren war es üblich, wich­ti­ge Plä­ne per Hand zu zeich­nen. Das Beson­de­re: Tra­gen­de Wän­de, spe­zi­fi­sche Bau­ma­te­ria­li­en und Kräf­te muss­ten jeweils in einer beson­de­ren Form oder Schraf­fur ein­ge­tra­gen wer­den. CAD-Pro­gram­me (das steht für com­pu­ter-aided design) neh­men dem Sta­ti­ker oder Bau­zeich­ner die­se Auf­ga­be heu­te ab. Das erleich­tert auch die Kor­rek­tur unge­mein: Eine Linie lässt sich auf dem PC mühe­los ver­schie­ben, was auf dem Blatt Papier kaum funk­tio­niert. Inso­fern ent­ste­hen kom­ple­xe Plä­ne heu­te schnel­ler als frü­her.

Obwohl alle Plä­ne digi­tal zur Ver­fü­gung ste­hen, ist auf dem Bau das Papier immer noch unver­zicht­bar. Es hat näm­lich trotz allem eini­ge Vor­tei­le gegen­über einem Com­pu­ter­bild­schirm – etwa sei­ne Robust­heit. Schon etwas kuri­os.


Man­che Neue­run­gen zei­gen sich weni­ger offen­sicht­lich, sind aber den­noch eine Erleich­te­rung für den Bau­in­ge­nieur. Das betrifft zum Bei­spiel das Nach­schla­gen von Kenn­zah­len und For­meln. Hier sind Pro­gram­me unge­mein hilf­reich, da es schnel­ler geht, ein Schlag­wort ein­zu­ge­ben, als in einem dicken Sam­mel­band nach­zu­schla­gen.

Aus­blick: die Bau­bran­che der Zukunft

Span­nend zu beob­ach­ten wird sein, wie sich die Bau­bran­che wei­ter­ent­wi­ckelt. Hier gibt es eini­ge inter­es­san­te Ansät­ze, die auch die Arbeit des Sta­ti­kers zukünf­tig noch ein­mal ver­än­dern wer­den. Dazu zäh­len zum Bei­spiel:

  • Just-in-time-Lie­fe­run­gen von Bau­ma­te­ri­al
  • Digi­ta­le Apps für den Bau
  • Digi­ta­li­sie­rung von Logis­tik und Lager­hal­tung

Wer noch mehr Sci­ence Fic­tion sucht, fin­det ers­te Pro­to­ty­pen von Bau­ro­bo­tern oder 3D-Dru­cker für Haus-Fer­tig­tei­le. Bis die tat­säch­lich zum Ein­satz kom­men, wird es jedoch sicher noch dau­ern.

Bestän­dig­keit: Das macht ein Sta­ti­ker heu­te wie frü­her

Bei aller Ver­än­de­rung gibt es den­noch eini­ge Din­ge, die ein Sta­ti­ker 2020 genau­so macht wie vor zehn oder 20 Jah­ren. Dazu gehört die Arbeit an sich: Bie­ge­mo­men­te oder Schnee­las­ten wer­den phy­si­ka­lisch noch immer so berech­net wie frü­her – nur eben heu­te mit guten Hilfs­mit­teln. Die Arbeits­tei­lung zwi­schen Archi­tekt und Sta­ti­ker ist eben­falls ähn­lich wie frü­her, auch wenn die Ent­wür­fe zum Teil anspruchs­vol­ler gewor­den sind.

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