Digi­ta­li­sie­rung der Bau­bran­che ermög­licht die freie Wahl des Sta­ti­kers

Technischer Fortschritt ermöglicht die freie Wahl des Statikers

»Der Sta­ti­ker kommt am bes­ten aus der Regi­on, in der das Haus steht«

Wenn ihr Archi­tekt sowas Ähn­li­ches sagt, ist Vor­sicht gebo­ten. Denn:

In Zei­ten der Digi­ta­li­sie­rung gilt die­ser Grund­satz nicht mehr. Viel­mehr ist es für die meis­ten Bau­her­ren sinn­voll, den Sta­ti­ker frei zu wäh­len. Auf die­se Wei­se kön­nen Sie nicht nur von der Exper­ti­se eines bun­des­weit täti­gen Büros pro­fi­tie­ren – oft­mals sind spe­zia­li­sier­te E‑Statiker auch güns­ti­ger. Das ist ins­be­son­de­re bei Ein­fa­mi­li­en­häu­sern der Fall.

Zusam­men­ar­beit von Archi­tekt und Sta­ti­ker

Die Pla­nung und Umset­zung eines Bau­vor­ha­bens wie einem Ein­fa­mi­li­en­haus gestal­te­te sich frü­her deut­lich kom­pli­zier­ter als heu­te. Zum Bei­spiel wur­de damals ohne Elementwände/​Filigrandecken nur »in Ort­be­ton« gebaut. Auch die bau­recht­li­chen Bedin­gun­gen wichen je nach Stand­ort deut­lich von­ein­an­der ab, so dass sich ein Exper­te aus der Regi­on immer bezahlt mach­te. Dar­über hin­aus hat­ten Bau­her­ren wegen der Ent­fer­nung kaum Chan­cen, Sta­ti­ker aus einem ande­ren Kreis oder sogar einem frem­den Bun­des­land zu kon­sul­tie­ren.

Des­halb war die Wahl des Sta­ti­kers meist eine Ein­bahn­stra­ße: Der Bau­herr ent­schied sich für einen Archi­tek­ten, der Archi­tekt emp­fahl einen Sta­ti­ker. Die­ser Weg galt nicht nur als bequem, ohne Inter­net war der Sta­ti­ker vor Ort meist auch der güns­tigs­te.

So wäh­len moder­ne Bau­her­ren den Sta­ti­ker

Die Rol­len der Bau­be­tei­lig­ten haben sich – in gewis­ser Wei­se – gewan­delt. Der Trend geht weg von der Gene­ral­pla­nung, oft wird sogar die Koor­di­na­ti­on der Gewer­ke vom Bau­herrn selbst über­nom­men, um Kos­ten zu spa­ren. Ein gewähl­ter Archi­tekt ist heu­te zumeist nur noch für die Bau­an­trags­plä­ne und Ent­wür­fe zustän­dig. Wei­te­re Leis­tun­gen wer­den dele­giert – der Infor­ma­ti­ons­fluss über das Inter­net spielt hier­bei eine ent­schei­den­de Rol­le.

Grund­sätz­lich gilt: Sie als Bau­herr tref­fen die Ent­schei­dung. Archi­tek­ten, Bau­in­ge­nieu­re oder Bau­lei­ter sind als Dienst­leis­ter in Ihrem Auf­trag tätig.


Statt eines Orts­ter­mins rei­chen die Plä­ne des Archi­tek­ten in aller Regel aus, um den Stand­si­cher­heits­nach­weis zu erbrin­gen. Die erfor­der­li­chen Daten wer­den online aus­ge­tauscht, die­nen als Berech­nungs­grund­la­ge und nach geta­ner Arbeit sen­det der Bau­in­ge­nieur alle erfor­der­li­chen Unter­la­gen zurück.

Die­se Form der Digi­ta­li­sie­rung hat Ein­fluss auf die Wahl des Sta­ti­kers: Der Bau­herr kann im Grun­de jedes Büro in Deutsch­land anfra­gen, das die not­wen­di­gen Kri­te­ri­en erfüllt. Wich­tig ist, dass der Sta­ti­ker im jewei­li­gen Bun­des­land zuge­las­sen ist und bes­ten­falls eini­ge Refe­ren­zen vor­wei­sen kann. Gute Bewer­tun­gen bis­he­ri­ger Kun­den hel­fen bei der Ent­schei­dungs­fin­dung. Fort­schritt­li­che Inge­nieur­bü­ros bie­ten direkt ein Kon­takt-For­mu­lar auf ihrer Web­sei­te an. Der Auf­wand ist dann mini­mal.

Unter Berück­sich­ti­gung der ange­bo­te­nen Leis­tun­gen ver­gibt der Bau­herr anschlie­ßend den Auf­trag an den Sta­ti­ker sei­nes Ver­trau­ens. Die­ser setzt sich pro­ak­tiv mit dem Archi­tek­ten in Ver­bin­dung und die Plä­ne und Unter­la­gen wer­den aus­ge­tauscht. Der Sta­ti­ker berech­net anhand der Archi­tek­ten­plä­ne die Las­ten und zeich­net die benö­tig­ten Beweh­rungs­plä­ne. Falls Unklar­hei­ten auf­tre­ten, wer­den die­se mit­hil­fe von digi­ta­len Medi­en gelöst. Frü­her undenk­bar, heu­te Stan­dard:

  • Plä­ne wer­den digi­tal aus­ge­tauscht,
  • Mee­tings fin­den online statt,
  • Cloud-Lösun­gen ermög­li­chen den mobi­len Zugriff auf die not­wen­di­gen Daten,
  • Video­kon­fe­ren­zen die­nen zur Abstim­mung,
  • Archi­tekt und Sta­ti­ker kön­nen sich jeweils über den PC zuschal­ten,
  • und vie­les mehr…

Eine Zusam­men­ar­beit zwi­schen Archi­tekt und Sta­ti­ker ist somit selbst bei einer gro­ßen räum­li­chen Ent­fer­nung ohne Rei­bungs­ver­lus­te mög­lich.

Wir berech­nen jähr­lich ca. 500 im gesam­ten Bun­des­ge­biet und haben des­halb viel Erfah­run­gen mit zahl­rei­chen Archi­tek­ten – vom Frei­be­ruf­ler bis hin zum gro­ßen Büro. Auch unse­re 15 Jah­re Berufs­er­fah­rung hel­fen uns dabei, die nöti­ge Rou­ti­ne zu ent­wi­ckeln.


War­um ist die Sta­tik heu­te güns­ti­ger?

Die Wahl eines loka­len Archi­tek­ten für das Ein­fa­mi­li­en­haus (oder beim Bau­en im Bestand) ist wegen der Viel­zahl von Bespre­chun­gen für den Bau­herrn oft sinn­voll. Ein Sta­ti­ker stellt jedoch auf Basis der bereit­ge­stell­ten Doku­men­te sei­ne Berech­nun­gen an. Eine Abstim­mung mit dem Bau­herrn ist eher sel­ten nötig, da der Archi­tekt bereits einen pas­sen­den Ent­wurf erar­bei­tet hat.

Des­halb spielt bei der Aus­wahl eines Sta­ti­kers das Preis-Leis­tungs-Ver­hält­nis eine beson­ders gro­ße Rol­le. Die sta­ti­sche Berech­nung, etwa für ein EFH, ist eine gut ver­gleich­ba­re Dienst­leis­tung. Als Bemes­sungs­grund­la­ge die­nen die ein­ge­reich­ten Ange­bo­te. Damit lässt sich ein Preis­ver­gleich anstel­len. Durch den tech­ni­schen Fort­schritt sind Sta­ti­kerleis­tun­gen – wie der Kauf eines Smart­pho­nes oder die Wahl eines Strom­an­bie­ters – kein Pro­blem mehr. Wich­tig ist nur, dass die gebo­te­nen Leis­tun­gen iden­tisch sind.

Wel­che Aus­wir­kun­gen hat das auf den Markt? Durch die Mög­lich­kei­ten der bun­des­wei­ten Preis­an­fra­ge im Inter­net ist mehr Wett­be­werb ent­stan­den und die Prei­se sin­ken. Auch die zuneh­men­de Digi­ta­li­sie­rung und Auto­ma­ti­sie­rung erlau­ben güns­ti­ge­re Prei­se bei glei­cher Qua­li­tät und kür­ze­ren Lie­fer­zei­ten.

Zudem hat die Poli­tik mit der Ver­ein­heit­li­chung des Bau­rechts (Mus­ter­bau­ord­nung) ihren Bei­trag für mehr Wett­be­werb geleis­tet. Im Bereich der Min­dest­prei­se sorgt das euro­päi­sche Urteil zur Hono­rar­ord­nung der Architekten/​Ingenieure (HOAI) für markt­ge­rech­te­re Prei­se.


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Schritt 1 von 3
Zur Ent­schei­dung, ob das Gebäu­de in einem Erd­be­ben­ge­biet liegt
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Tipps zur Online-Suche nach einem Sta­ti­ker

Wenn Sie ein wenig im Inter­net sur­fen, ent­de­cken Sie ver­schie­de­ne Ange­bo­te für Sta­ti­kerleis­tun­gen. Dar­auf soll­ten Sie ach­ten:

  • Ein Impres­sum muss auf der Web­site ange­ge­ben sein.
  • Das Ange­bot einer tele­fo­ni­schen Kon­takt­auf­nah­me soll­te vor­han­den sein.
  • Auf der Web­site sind etli­che Infor­ma­tio­nen vor­han­den, vor­zugs­wei­se in infor­ma­ti­ven Arti­keln.
  • Sie kön­nen direkt auf der Web­site mit dem Sta­ti­ker per E‑Mail Kon­takt auf­neh­men.
  • Nach der ers­ten Kon­takt­auf­nah­me las­sen Sie sich Refe­ren­zen zei­gen.

Dies sind eini­ge Punk­te, auf die Sie ach­ten soll­ten. Damit ist gewähr­leis­tet, dass es sich um einen seriö­sen Anbie­ter han­delt.

Vor­sicht bei Online-Por­ta­len, die Sta­ti­ker ledig­lich ver­mit­teln. Hier spre­chen Sie nicht mit Exper­ten und dar­über hin­aus ver­teu­ert sich das Ange­bot um die fäl­li­ge Ver­mitt­lungs­pro­vi­si­on. Effi­zi­en­ter ist es daher, den Sta­ti­ker selbst zu suchen. Ger­ne kön­nen Sie uns als bun­des­weit agie­ren­de Sta­ti­ker direkt kon­tak­tie­ren:



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