Was ist ein Schlüs­sel­fer­tig­haus?

Schlüsselfertighaus

Sie wol­len ein Schlüs­sel­fer­tig­haus? Das klingt so ein­fach und prak­tisch – Sie erhal­ten den Schlüs­sel und kön­nen sofort in Ihr Traum­haus ein­zie­hen. Doch Vor­sicht, denn der Begriff »schlüs­sel­fer­tig« ist weder geschützt, noch genormt. Jeder Anbie­ter legt somit anders aus, was ein »Schlüs­sel­fer­tig­haus« ist. Nicht sel­ten wer­den schlüs­sel­fer­ti­ge Häu­ser ohne Haus­tech­nik oder ohne Boden­be­lä­ge, Türen und Maler­ar­bei­ten ange­bo­ten. Sie soll­ten also den Ver­trag und die Leis­tungs­be­schrei­bung genau durch­le­sen und sich not­falls Hil­fe von einem Exper­ten, bei­spiels­wei­se einem Sta­ti­ker oder Archi­tek­ten, holen.

Was soll­te der Ver­trag für ein Schlüs­sel­fer­tig­haus ent­hal­ten?

Wenn Sie kei­ne böse Über­ra­schung für Ihr schlüs­sel­fer­ti­ges Haus haben wol­len, soll­ten Sie auf nach­ste­hen­de Punk­te ach­ten. Das soll­te in Ihrem Ver­trag ste­hen:

  • Die Kos­ten und Leis­tun­gen für Archi­tekt, Sta­tik, Bau­ein­ga­be­plan und Werk­plan sind ent­hal­ten
  • Einen Fest­preis für min­des­tens zwölf Mona­te
  • Inklu­si­ve Bau­lei­tung, Wär­me­schutz­nach­weis und Ener­gie­aus­weis
  • Errich­tung des Hau­ses inklu­si­ve Kel­ler oder Boden­plat­te. Alter­na­tiv – Erstel­lung des Hau­ses ab Kel­ler oder Boden­kan­te. Die Dach­ein­de­ckung und die Dach­ent­wäs­se­rung sowie die Außen­ver­klei­dung oder der Außen­putz soll­ten auf­ge­führt sein.
  • Die Haus­tech­nik soll­te ein­ge­baut sein. Dazu gehö­ren die kom­plet­te Hei­zungs­an­la­ge even­tu­ell mit Lüf­tung, Elek­tro­in­stal­la­ti­on inklu­si­ve Zäh­ler­schrank und die kom­plet­te Sani­tär­an­la­ge mit allen geplan­ten Sani­tär­ein­rich­tun­gen.
  • Der Est­rich im gan­zen Haus
  • Sämt­li­che Boden­be­lä­ge, Flie­sen­ar­bei­ten und Maler­ar­bei­ten
  • Im Haus soll­ten alle Türen, ein­schließ­lich der Haus­ein­gangs­tü­re, die Fens­ter sowie even­tu­el­le Ter­ras­sen­tü­ren und sämt­li­che Trep­pen ein­ge­baut sein.

Wenn Sie hand­werk­lich begabt sind, kön­nen Sie durch­aus eini­ge Arbei­ten am Haus selbst erle­di­gen. Dadurch kön­nen sich die Kos­ten redu­zie­ren. Die­se Arbei­ten wer­den dann im Ver­trag aus­ge­klam­mert. Aller­dings wer­den die schlüs­sel­fer­ti­gen Häu­ser meist als fer­ti­ges Kon­zept ver­kauft.


Häu­fig wird noch zwi­schen »schlüs­sel­fer­tig« und »bezugs­fer­tig« unter­schie­den. Wird die Über­ga­be eines Hau­ses als bezugs­fer­tig ver­ein­bart, ist auch der Innen­aus­bau voll­stän­dig abge­schlos­sen. Also nur noch Möbel rein …


Wodurch unter­schei­det sich ein Schlüs­sel­fer­tig­haus zu ande­ren Bau­ar­ten?

Wenn Sie sich für ein schlüs­sel­fer­ti­ges Haus ent­schei­den, kommt es immer dar­auf an, wie schlüs­sel­fer­tig Sie es kau­fen.

Wenn Sie sich für ein Fer­tig­haus ent­schei­den, ist Ihr Arbeits­auf­wand genau­so gering wie bei einem Schlüs­sel­fer­tig­haus. Die Designs der Häu­ser sind jedoch vor­kon­zi­piert und las­sen kei­ne indi­vi­du­el­len Wün­sche zu. Fer­tig­häu­ser wer­den meist in der Leicht­bau­wei­se erstellt. Ein Schlüs­sel­fer­tig­haus ist im Gegen­satz dazu in der Regel mas­siv.


Lie­fe­ran­ten von Fer­tig­häu­sern lie­fern in der Regel ab »ober­halb der Boden­plat­te«. Die Sta­tik und Beweh­rung der Bodenplatte/​des Kel­lers müs­sen dann sepa­rat vom Bau­her­ren orga­ni­siert wer­den. Fra­gen Sie uns dazu ger­ne kos­ten­los an:



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Wenn Sie sich für ein Archi­tek­ten­haus ent­schei­den, sind Sie von Anfang an bei der Erstel­lung des Hau­ses mit dabei. Bei einem schlüs­sel­fer­tig erstell­ten Haus über­las­sen Sie alle Arbei­ten dem Unter­neh­men, mit dem Sie den Ver­trag abge­schlos­sen haben.

Bei einem Aus­bau­haus sagt schon allei­ne der Name, was getan wer­den muss. Wenn Sie hand­werk­lich geschickt sind, über­neh­men Sie in Eigen­re­gie den Innen­aus­bau des Gebäu­des. Dazu gehö­ren bei­spiels­wei­se die Wän­de ver­put­zen, den Est­rich und die Boden­be­lä­ge ver­le­gen, den Anschluss von Hei­zung und Was­ser und die Instal­la­ti­on der Sani­tär­an­la­gen. Der kom­plet­te Innen­aus­bau wird bei einem Schlüs­sel­fer­tig­haus über­nom­men, wenn Sie dies ver­trag­lich fest­ge­legt haben.

Bei einem Bau­satz­haus haben Sie vie­le Mög­lich­kei­ten. Ent­we­der Sie ent­schei­den sich für einen Mas­siv­bau­satz, eine Man­tel­be­ton­bau­wei­se, ein Wohn­block­haus, ein Haus aus Holz­span­dämm­stein oder aus Bläh­ton­ele­men­ten sowie ein Haus in Holz­rah­men­bau­wei­se. Bei die­ser Art des Bau­ens wer­den Ihnen alle Ele­men­te, die Sie für den Roh­bau benö­ti­gen auf die Bau­stel­le gelie­fert. Anschlie­ßend erstel­len Sie den Roh­bau in Eigen­re­gie. Bei einem schlüs­sel­fer­ti­gen Haus brau­chen Sie die­se Zeit nicht inves­tie­ren und Sie über­las­sen den Roh­bau dem Unter­neh­men.

Vor­tei­le

Wie immer gibt es bei die­ser Vari­an­te des Bau­ens Vor- und Nach­tei­le. Sie müs­sen selbst ent­schei­den, ob ein schlüs­sel­fer­ti­ges Haus für Sie in Fra­ge kommt.

Der größ­te Vor­teil ist bei einem Schlüs­sel­fer­tig­haus der Zeit­fak­tor. Wenn Sie selbst beim Haus bau­en mit­wir­ken, müs­sen Sie jede Men­ge Zeit inves­tie­ren. Das gilt beson­ders, wenn Sie viel in Eigen­re­gie über­neh­men. In die­sem Fall müs­sen Sie nach Fei­er­abend und selbst an den Wochen­en­den an Ihrem Haus arbei­ten. Selbst bei einem Archi­tek­ten­haus sind Sie oft auf der Bau­stel­le gefragt. Bei einem Schlüs­sel­fer­tig­haus brau­chen Sie so gut wie kei­ne Zeit inves­tie­ren. Wenn Sie beruf­lich stark enga­giert sind und kei­ne hand­werk­li­chen Kennt­nis­se besit­zen, ist ein schlüs­sel­fer­ti­ges Haus eine gute Opti­on. Damit kom­men Sie rela­tiv schnell in Ihr Haus. Wenn Sie ein abso­lu­ter Neu­ling in der Bau­bran­che sind, lohnt sich das Hin­zu­zie­hen eines Sta­ti­kers oder Archi­tek­ten vor der Ver­trags­un­ter­zeich­nung, um bösen Über­ra­schun­gen aus­zu­wei­chen.

In der Regel erhal­ten Sie bei einem Schlüs­sel­fer­tig­haus einen Fest­preis für Ihr Bau­pro­jekt. Das erlaubt Ihnen eine genaue finan­zi­el­le Pla­nung. Sie wis­sen genau, wie viel Ihr Haus kos­tet und Sie kön­nen Ihre Finan­zie­rung danach aus­rich­ten. Das funk­tio­niert aber nur, wenn im Ver­trag alle Arbei­ten auf­ge­lis­tet sind und die­se auch aus­ge­führt wer­den.

Ein schlüs­sel­fer­ti­ges Haus bedeu­tet – bau­en ohne Stress. Die Ver­ant­wor­tung für die gesam­te Bau­pha­se liegt bei dem Unter­neh­mer, mit dem Sie den Ver­trag geschlos­sen haben. Er muss alle Gewer­ke mit­ein­an­der koor­di­nie­ren und den Ärger auf der Bau­stel­le geht an Ihnen vor­bei.

Nach­tei­le

Ein Nach­teil des Schlüs­sel­fer­tig­hau­ses sind die Kos­ten. Grund­sätz­lich ist ein Schlüs­sel­fer­tig­haus teu­rer als ein Haus, an dem Sie etli­che Arbei­ten selbst erle­di­gen kön­nen. Bei einem schlüs­sel­fer­ti­gen Haus über­ge­ben Sie alle Arbei­ten einem Unter­neh­mer, das natür­lich die Kos­ten erhöht.

Schlüs­sel­fer­ti­ge Häu­ser besit­zen einen fer­ti­gen Plan, bezüg­lich des Bau­stils und der Innen­auf­tei­lung. Für Extra­wün­sche ist hier kein Raum. Sie kön­nen aber unter den ein­zel­nen Sti­len wäh­len. Soll Ihr Haus ein moder­nes Gebäu­de sein, kos­ten­güns­tig und schlicht oder even­tu­ell sogar die Luxus­va­ri­an­te?

Wenn Sie bei der Ver­trags­un­ter­zeich­nung nicht alle Details beach­tet haben, ist dies mit viel Geld ver­bun­den. Geld, mit dem Sie bei Ihrer Pla­nung nicht gerech­net haben. Womög­lich müs­sen Sie noch die Böden ver­le­gen und die Wän­de strei­chen oder sogar die gesam­ten Bad­mö­bel noch kau­fen. Die Zeit, die Sie eigent­lich nicht inves­tie­ren woll­ten, müs­sen Sie eben­falls noch auf­brin­gen.

Wie immer kommt es auf die Details an. Wenn die Qua­li­tät von bei­spiels­wei­se Fens­ter, Türen und Arma­tu­ren nicht im Ver­trag beschrie­ben ist, kön­nen Sie Qua­li­tä­ten erhal­ten, mit denen Sie nicht zufrie­den sind. Bei einem Aus­tausch tra­gen Sie die Kos­ten. Das sind auch Aus­ga­ben, die im Fest­preis nicht ent­hal­ten sind.

Zu guter Letzt ein Nach­teil, den sich kei­ner wünscht. Wenn Ihr Unter­neh­mer in der Bau­pha­se Insol­venz anmel­det, haben Sie womög­lich ein halb fer­ti­ges Haus. Neben den recht­li­chen Schwie­rig­kei­ten, die sich sehr lan­ge hin­zie­hen kön­nen, kom­men Sie nicht recht­zei­tig in Ihr Haus. Soll­ten Sie zur Mie­te woh­nen, haben Sie die ver­mehr­ten Miet­kos­ten gewiss nicht ein­ge­rech­net.

Es gibt durch­aus Vor- und Nach­tei­le für ein schlüs­sel­fer­ti­ges Haus. Wenn Sie sich unsi­cher sind, fra­gen Sie doch einen erfah­re­nen Sta­ti­ker oder Archi­tek­ten.

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