Schall­schutz ist beim Haus­bau ver­pflich­tend

Schallschutz beim Hausbau

Für den Bau eines Hau­ses spielt der Schall­schutz eine bedeu­ten­de Rol­le. Stra­ßen- und Ver­kehrs­lärm sowie die Geräusch­ku­lis­se, die Nach­barn ver­ur­sa­chen, sind wich­ti­ge Fak­to­ren im Eigen­heim. Ob Mehr­fa­mi­li­en­haus oder Dop­pel­haus, Geschäfts­räu­me oder Hoch­haus – die Schall­schutz­ver­ord­nung DIN 4109 regelt sämt­li­che Maß­ga­ben für eine bes­se­re Schall­däm­mung. Was die DIN 4109 ent­hält, wann sie für Bau­her­ren rele­vant ist und wie hoch die Kos­ten für Schall­schutz­nach­wei­se sind, ver­rät die­ser Arti­kel.

Für ein Doppel‑, Reihen‑, Mehr­par­tei­en­haus bis 3 Wohn­ein­hei­ten liegt unser Preis für den Schall­schutz­nach­weis gegen frem­den Wohn-/Ar­beits­raum (Tritt­schall) bei 600 Euro (inkl. MwSt.). Dafür benö­ti­gen wir regu­lär 15 Werk­ta­ge. Per »Express« dau­ert es nur 5 Werk­ta­ge. Wei­te­re Prei­se fin­den Sie in unse­rer aktu­el­len Preis­lis­te oder fra­gen Sie uns ein­fach kos­ten­los und unver­bind­lich als Bau­in­ge­nieu­re mit 15 Jah­ren Berufs­er­fah­rung zum Schall­schutz an:



Schall­schutz – Was ist die DIN 4109?

Für den Häu­ser­bau ist der Schall­schutz­nach­weis DIN 4109 wich­tig, um sicher­zu­stel­len, dass den Bewoh­nern kei­ne Lärm­be­läs­ti­gung von außen droht. Die DIN 4109 gewähr­leis­tet die Rah­men­be­din­gun­gen für Bau­her­ren. Sie zeigt auf, wel­che Aspek­te beim Bau des Eigen­heims zu berück­sich­ti­gen sind. Der Schall­schutz­nach­weis glie­dert sich nor­ma­ler­wei­se in 3 Abschnit­te:

  • Nen­nung der Qua­li­täts­an­for­de­run­gen, die der bau­li­che Schutz vor Schall ein­hal­ten muss
  • Nen­nung der Details zur Kon­struk­ti­on und den bau­li­chen Maß­nah­men, die den Schall­schutz betref­fen
  • Nach­weis mit­tels Berech­nun­gen, die die Eig­nung der bau­li­chen Maß­nah­men im Sin­ne der DIN 4109 bestä­ti­gen

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Der Schall­schutz­nach­weis bezieht sich auf zwei Aspek­te des Gebäu­des: Es gilt, den Schall von außen (Stra­ßen­lärm bei­spiels­wei­se) gering und den Schall­schutz im Inne­ren eines Hau­ses (z. B. Lärm durch Nach­barn) mög­lichst hoch­zu­hal­ten.

Frei­ste­hen­de Ein­fa­mi­li­en­häu­ser benö­ti­gen in der Regel kei­nen Schall­schutz­nach­weis. Bau­her­ren von Rei­hen- und Dop­pel­häu­sern aller­dings soll­ten immer genau hin­se­hen. Auch bei einer Zwi­schen­wand-Tren­nung nach Vor­schrift ist der Schall­schutz­nach­weis nötig und natür­lich auch emp­feh­lens­wert. Glei­ches gilt bei Bau­vor­ha­ben in der Nähe von Flug­hä­fen oder viel befah­ren­den Stra­ßen.

Luft­schall und Tritt­schall – Häu­ser gegen Schall däm­men

Beim Haus­bau spie­len der Tritt­schall und Luft­schall eine beson­de­re Rol­le. Aus der Phy­sik ist bekannt, dass sich Schall wie eine Wel­le fort­setzt. Hin­der­nis­se im Raum und ver­schie­de­ne Mate­ria­li­en beein­flus­sen daher die Aus­brei­tung von Schall.

Die Luft­schall­däm­mung betrifft vor allem jenen Schall der sich in der Luft ver­brei­tet. Dazu zäh­len Gesprä­che, aber auch Musik oder Fern­se­her. Anders ist es bei der Tritt­schall­däm­mung. Dazu gehö­ren vor allem jene Geräu­sche, die sich durch Trep­pen und Fuß­bö­den aus­brei­ten.

Wer dem­nach durch die Woh­nung geht, erzeugt Tritt­schall auf dem Boden. Die­ser Schall brei­tet sich aus, sodass die Geräu­sche gege­be­nen­falls in den dar­un­ter befind­li­chen Zim­mern hör­bar sind. Damit sich der Schall mög­lichst gering aus­brei­tet, hel­fen schall­tech­ni­sche Mit­tel beim Bau des Hau­ses. Die­se betref­fen die gewähl­ten Mate­ria­li­en für Böden sowie die Wahl pas­sen­der Türen, Fens­ter und schall­däm­men­de Metho­den für Roh­re und Lei­tun­gen.

Schall­schutz: Nach­weis für Türen und Fens­ter DIN 4109

Der Ein­bau von DIN 4109 Fens­tern und Türen hel­fen, den Schall aus den Räu­men mög­lichst fern­zu­hal­ten. Die Schall­schutz­klas­sen DIN 4109 sind dafür ein wesent­li­ches Instru­ment für den Nach­weis. Fens­ter las­sen sich in 3 ver­schie­de­ne Bau­for­men ein­tei­len: Einfach‑, Kunst­stoff- und Ver­bund­fens­ter. Die Wahl des Fens­ters ent­schei­det maß­geb­lich über den Schall­schutz des Gebäu­des. Ins­be­son­de­re Glas­schei­ben beein­flus­sen den Schall.

Die DIN 4109 für Fens­ter gibt ins­ge­samt 6 Schall­schutz­klas­sen vor. Die­se regeln das Schall­dämm­maß der Fens­ter in Dezi­bel (dB). Die Schall­schutz­klas­se 1 des ein­ge­bau­ten Fens­ters liegt zwi­schen 25 und 29 dB. In der Klas­se 6 sind Fens­ter mit einem Schall­dämm­maß von über 50 dB ein­ge­ord­net.

Schall­schutz­nach­wei­se für Türen sehen eben­falls Schall­schutz­klas­sen vor. Das Mate­ri­al und die Ver­ar­bei­tung der Tür sind beim Schutz vor Schall wesent­lich. Die jewei­li­ge Schall­schutz­klas­se regelt eben­falls bei Türen den durch­drin­gen­den Schall. Zudem ist bei Türen das Ein­satz­ge­biet bedeut­sam:

  • Häu­ser mit meh­re­ren Arbeits­räu­men und Woh­nun­gen (z. B. Mehr­fa­mi­li­en­häu­ser)
  • Kran­ken­häu­ser u. Ä., Sana­to­ri­en /​ Kran­ken­an­stal­ten
  • Beher­ber­gungs­stät­ten (Hotels u. Ä.)
  • Schu­len und Bil­dungs­ein­rich­tun­gen

Wann ist ein Schall­schutz­nach­weis DIN 4109 erfor­der­lich?

Der Schutz gegen Schall ist bei einem Neu­bau not­wen­dig. Aber auch Alt­bau­ten kön­nen unter bestimm­ten Bedin­gun­gen, wie einer Sanie­rung, einen Schall­schutz­nach­weis erfor­dern. Ins­be­son­de­re der Schall­schutz­nach­weis für Türen und Fens­ter ist ein wesent­li­ches Kri­te­ri­um, um die Ruhe in den eige­nen vier Wän­den zu beur­tei­len.

Bei einem Umbau oder einer Sanie­rung ist das Gut­ach­ten zum Schall­schutz nötig. Wer einen Neu­bau plant, kann damit rech­nen, dass der Schall­schutz inner­halb der Ent­wurfs­pla­nung zum The­ma wird. Im All­ge­mei­nen betrifft dies die Leis­tungs­pha­se III gemäß der HOAI 2013 (Hono­rar­ver­ord­nung für Archi­tek­ten und Inge­nieu­re).

Da die HOAI für den Schall­schutz­nach­weis eine Rol­le spielt, ist deut­lich, wer die­sen spe­zi­el­len Nach­weis erstellt: Sta­ti­ker, Archi­tek­ten und Inge­nieu­re rich­ten sich bei ihrem Hono­rar nach die­ser Ver­ord­nung. Den Schall­schutz­nach­weis erstel­len des­halb Inge­nieur­bü­ros.

Ein Schall­schutz­AUS­WEIS, der mit einem Ener­gie­aus­weis ver­gleich­bar ist, ist eben­falls mög­lich. Aller­dings sind nur bestimm­te Inge­nieur­bü­ros für die Aus­stel­lung eines sol­chen Aus­wei­ses qua­li­fi­ziert. Nicht jeder darf einen Schall­schutz­aus­weis erstel­len. Statt­des­sen ist der Schall­schutz­NACH­WEIS weit­aus geläu­fi­ger.


Kos­ten für einen Schall­schutz­nach­weis

Die Kos­ten für Schall­schutz­nach­wei­se nach DIN 4109 hän­gen von den Bau­kos­ten ab. Die Wahl der Bau­ma­te­ria­li­en für die Wän­de, die Dimen­sio­nie­rung von Räu­men sowie die Fens­ter, Türen und Böden ent­schei­den maß­geb­lich über die Bau­kos­ten. Zudem beein­flus­sen die Grö­ße und Anzahl der Fens­ter den Schall­schutz gegen Außen­lärm gemäß DIN 4109 und damit die Kos­ten für den Schall­schutz­nach­weis.

Schall­schutz im Woh­nungs­bau DIN 4109 zusam­men­ge­fasst

Beim Haus­bau ist der Schall­schutz­nach­weis wich­tig für Bau­her­ren. Er ist Teil vom Bau­an­trag und die Fra­ge, wann ein Schall­schutz­nach­weis zu erstel­len ist, ist ele­men­tar für das Bau­vor­ha­ben. Die DIN 4109 rich­tet sich haupt­säch­lich an Neu­bau­ten. Aller­dings kön­nen auch Alt­bau­ten einen Nach­weis für Schall­schutz erfor­dern. Spe­zi­ell bei Sanie­run­gen oder Umbau­ten kann der Schall­schutz­nach­weis bedeut­sam wer­den.

Der Schall­schutz bei Fens­tern und Türen ist in Schall­schutz­klas­sen gere­gelt. Die DIN 4109 ent­hält die Min­dest­an­for­de­run­gen, die beim Ein­bau von Fens­tern und Türen an den Schall­schutz zu berück­sich­ti­gen sind. Inge­nieur­bü­ros küm­mern sich bei Bedarf um den Schall­schutz­nach­weis. Dabei ori­en­tie­ren sich die Kos­ten für Schall­schutz­nach­wei­se an der Hono­rar­ver­ord­nung HOAI sowie an dem Umfang des Bau­vor­ha­bens.

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