Der Prüf­sta­ti­ker

Prüfstatiker auf Baustelle

Unter­schied zum Sta­ti­ker

Der Prüf­sta­ti­ker hat die Auf­ga­be, die ein­ge­reich­ten sta­ti­schen Berech­nun­gen zu prü­fen. Das heißt: Im all­ge­mei­nen Fall kon­trol­liert er die Arbeit des Sta­ti­kers. Dabei bestä­tigt er gegen­über der Behör­de (Bau­amt oder Bau­auf­sichts­amt), dass ein vor­lie­gen­der Plan kor­rekt und die nöti­ge Stand­si­cher­heit gewähr­leis­tet ist. Inso­fern han­delt es sich beim Prüf­sta­ti­ker um eine Per­son, die im Sin­ne des öffent­li­chen Inter­es­ses tätig wird. Das heißt jedoch nicht zwangs­läu­fig, dass er vom Amt bestellt wird. Es ist auch mög­lich, dass der Bau­herr den Prüf­sta­ti­ker beauf­tragt.

Wir als ESTATIKA sind bun­des­weit nach­weis­be­rech­tig­te Bau­in­ge­nieu­re mit 15 Jah­ren Berufs­er­fah­rung. D. h. wir erstel­len die Sta­tik und ein unab­hän­gi­ger Prüf­sta­ti­ker prüft bei gro­ßen Bau­vor­ha­ben (bspw. ein MFH) dann unse­re Berech­nun­gen. Das ist das gesetz­li­che fest­ge­leg­te 4‑Augenprinzip.

Für klei­ne­re Bau­vor­ha­ben ist häu­fig kein Prüf­sta­ti­ker not­wen­dig. Ein Ein­fa­mi­li­en­haus bis 150 m² Brut­to­grund­flä­che rech­nen wir bspw. für Euro und brau­chen dafür 30 Werk­ta­ge – per »Express« dau­ert es sogar nur 15 Werk­ta­ge. Die eben­falls im Ange­bot ent­hal­te­nen Beweh­rungs­plä­ne lie­fern wir inner­halb von 40 Werk­ta­ge. Fra­gen Sie uns zu unse­ren Fest­prei­sen kos­ten­los an:



Ver­wir­ren­de Namens­viel­falt? Prüf­sta­ti­ker wer­den unter ver­schie­de­nen Berufs­be­zeich­nun­gen tätig. Dabei über­neh­men sie in jedem Fall die glei­chen Auf­ga­ben. Neben der Bezeich­nung Prüf­sta­ti­ker sind auch die Begrif­fe Prüf­in­ge­nieur für Bau­tech­nik (ver­al­tet Prüf­in­ge­nieur für Bau­sta­tik) oder kurz Prüf­in­ge­nieur geläu­fig.

Wel­che Auf­ga­ben über­nimmt der Prüf­sta­ti­ker?

Die kon­kre­ten Anfor­de­run­gen an die Arbeit des Prüf­sta­ti­kers erge­ben sich aus der jewei­li­gen Bau­maß­nah­me. Eben­so ver­lan­gen die Behör­den in den ein­zel­nen Bun­des­län­dern unter­schied­li­che Nach­wei­se. In der Regel fal­len fol­gen­de Auf­ga­ben in den Arbeits­be­reich des Prüf­sta­ti­kers:

Der Prüf­in­ge­nieur ver­rich­tet sei­ne Tätig­keit nicht allein vom Schreib­tisch aus. Um bspw. die Sta­bi­li­tät der Beweh­rung in Decken zu prü­fen, nimmt er den Bau vor Ort in Augen­schein, und zwar bevor die tra­gen­den Tei­le mit Beton über­gos­sen wer­den.


Ist ein Prüf­in­ge­nieur ver­pflich­tend?

Die Fra­ge, ob ein Prüf­sta­ti­ker beim Bau Pflicht ist, lässt sich nicht ein­deu­tig beant­wor­ten. Bei kom­ple­xen Geneh­mi­gungs­ver­fah­ren und kom­pli­zier­ten Gebäu­den ver­langt der Gesetz­ge­ber einen Prüf­in­ge­nieur. Aller­dings fal­len Ein­fa­mi­li­en­häu­ser oder Dach­aus­bau­ten in der Regel nicht unter die­se Kate­go­rie. Des­halb ver­zich­ten die meis­ten Bun­des­län­der im Bau­recht auf eine ent­spre­chen­de Prü­fung sol­cher Gebäu­de.

Das muss nicht dau­er­haft und auch nicht über­all gel­ten. Hier fra­gen Sie für ver­bind­li­che Aus­sa­gen bit­te Ihr ört­li­ches Bau­amt.


Wer kann Prüf­sta­ti­ker wer­den?

Grund­sätz­lich ist ein Prüf­sta­ti­ker ein nor­ma­ler Sta­ti­ker – aller­dings mit einem erheb­li­chen Unter­schied: Er muss behörd­lich aner­kannt sein. Dafür gibt es spe­zi­el­le Aner­ken­nungs­ver­fah­ren für Prüf­sta­ti­ker, die je nach Bun­des­land vari­ie­ren. In jedem Fall sind ein abge­schlos­se­nes qua­li­fi­zie­ren­des Stu­di­um (Bau­in­ge­nieur­we­sen) und eine lang­jäh­ri­ge Berufs­er­fah­rung in der Trag­werks­pla­nung ver­pflich­tend. Zudem set­zen die Län­der die deut­sche Spra­che in Wort und Schrift sowie meist ein bestimm­tes Min­dest- und Höchst­al­ter vor­aus. Auf den Antrag zur Aner­ken­nung folgt in der Regel eine fach­li­che Prü­fung, bevor letzt­in­stanz­lich von der obers­ten Bau­rechts­be­hör­de (etwa ein Lan­des­mi­nis­te­ri­um) die Aner­ken­nung aus­ge­spro­chen wird. Das heißt: Ein Sta­ti­ker, der Stand­si­cher­heits­nach­wei­se u. Ä. erbrin­gen darf, ist nicht zwangs­läu­fig ein aner­kann­ter Prüf­in­ge­nieur. Bsp. NRW

Grund­sätz­lich han­delt es sich beim Prüf­sta­ti­ker und Sta­ti­ker nicht um die­sel­be Per­son, auch wenn die­ser die not­wen­di­ge Aner­ken­nung besitzt. Das Gesetz sieht hier das soge­nann­te Vier-Augen-Prin­zip (unab­hän­gi­ge Betei­li­gung von zwei Exper­ten) vor.


Was darf die Dienst­leis­tung kos­ten?

Das Hono­rar für den Prüf­sta­ti­ker zählt zu den Bau­neben­kos­ten. Die Abrech­nung erfolgt jeweils auf Grund­la­ge der HOAI, die Min­dest- und Höchst­gren­zen vor­schreibt. Für den Bau­herrn bedeu­tet das: Die Kos­ten für den Prüf­in­ge­nieur sind klar gere­gelt. Es gibt daher weder beson­ders teu­re noch beson­ders güns­ti­ge Leis­tun­gen in die­ser Hin­sicht. Gene­rell ist das anfal­len­de Hono­rar an die anre­chen­ba­ren Kos­ten gebun­den und bewegt sich meist zwi­schen 1.000 und 3.000 Euro.

Wer beauf­tragt den Prüf­sta­ti­ker?

Wer den Prüf­in­ge­nieur beauf­tragt, hängt vom Ein­zel­fall und vom Bun­des­land ab. Grund­sätz­lich gibt es die Mög­lich­keit, dass der Prüf­in­ge­nieur vom Bau­amt bestellt wird. Im Zuge eines ver­ein­fach­ten Geneh­mi­gungs­ver­fah­rens ist es hin­ge­gen so, dass der Bau­herr selbst den Prüf­sta­ti­ker beauf­tragt. Bei den meis­ten Ein­fa­mi­li­en­häu­sern, Dop­pel­haus­hälf­ten und ähn­li­chen Bau­vor­ha­ben ist das der Fall.

Rech­te und Ver­pflich­tun­gen

Wenn das Haus zusam­men­fällt, ist dann der Prüf­sta­ti­ker schuld? Das kommt drauf an: Selbst­ver­ständ­lich kann ein Sta­ti­ker, wenn über­haupt, nur für fal­sche Berech­nun­gen haft­bar gemacht wer­den. Im Fall des Prüf­sta­ti­kers ist hier­bei ent­schei­dend, ob er pri­vat­recht­lich oder öffent­lich tätig gewor­den ist. Wird ein aner­kann­ter Inge­nieur direkt vom Bau­her­ren mit der Prü­fung der bau­tech­ni­schen Nach­wei­se beauf­tragt, so ist er als Prüf­sta­ti­ker haft­bar. Dazu gibt es ein ent­spre­chen­des Urteil des Bun­des­ge­richts­ho­fes vom 31.03.2016 (Akten­zei­chen: III ZR 7015). Anders ver­hält es sich, wenn das Bau­auf­sichts­amt die Prü­fung in Auf­trag gibt. Dann hat der Bau­herr kei­ne Ansprü­che.

Wann ist die Prü­fung sinn­voll?

Ganz wich­tig ist der Unter­schied zwi­schen dem Prüf­sta­ti­ker und dem Sta­ti­ker. Letz­te­rer ist unver­zicht­bar, damit die Trag­wer­ke die ent­ste­hen­den Kräf­te sicher ablei­ten oder mit ande­ren Wor­ten: damit das Haus nicht zusam­men­fällt. Eine Prüf­sta­tik dient zunächst nur dazu, die ent­spre­chen­de Berech­nung zu bestä­ti­gen. Wenn sie nicht vor­ge­schrie­ben ist, muss der Bau­herr sie nicht in Auf­trag geben. Ins­be­son­de­re bei klei­nen Gebäu­den (EFGH, Gara­gen o. Ä.) ver­zich­ten vie­le auf eine zwei­te Prü­fung. Im Sin­ne eines siche­ren Gebäu­des ist es jedoch durch­aus emp­feh­lens­wert, die Berech­nun­gen des Trag­werks­pla­ners von unab­hän­gi­ger Stel­le prü­fen zu las­sen.

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