Was kos­tet ein Sta­ti­ker?

Kosten für Statiker

Die­ser Arti­kel wur­de vor dem EuGH-Urteil zur HOAI geschrie­ben. Die Hono­ra­re für Sta­ti­ker sind inzwi­schen nicht mehr an das Min­dest­ho­no­rar der HOAI gebun­den, kön­nen sich aber wei­ter­hin dar­an ori­en­tie­ren. Es sind somit aber ab jetzt auch Fest­prei­se unter dem Min­dest­satz der HOAI mög­lich.


Grund­sätz­lich ist das Gehalt eines Trag­werks­pla­ners oder Sta­ti­kers in der Hono­rar­ord­nung für Archi­tek­ten und Inge­nieu­re, kurz HOAI, fest­ge­schrie­ben. Die Grund­la­gen des Hono­rars für Sta­ti­ker sind hier in § 62 nach­zu­le­sen. Für einen Lai­en ist die­se Ord­nung aller­dings ziem­lich unüber­sicht­lich und schwer zu lesen. Ins­ge­samt jedoch kann man vier Grund­la­gen für die Berech­nung des Hono­rars eines Sta­ti­kers aus­ma­chen um die Kos­ten bes­ser abschät­zen zu kön­nen.

Wir bie­ten Sta­tik­be­rech­nun­gen zum Fest­preis an. Eine EFH-Sta­tik bis 150 m² Brut­to­grund­flä­che kos­tet bei uns inkl. Wär­me­schutz­nach­weis 2.150 Euro (inkl. MwSt.) und dau­ert 30 Werk­ta­ge – per »Express« sogar nur 15 Werk­ta­ge. Natür­lich jeweils ab Auf­trags­ein­gang und tech­ni­scher Klä­rung.

Wir erstel­len für Wohn­ge­bäu­de bis 3 Wohn­ein­hei­ten den Wär­me­schutz­nach­weis für 550 Euro (inkl. MwSt.), den Brand­schutz­nach­weis für 1.000 Euro (inkl. MwSt.) und den Schall­schutz­nach­weis für 600 Euro (inkl. MwSt.). Eine Sta­tik für den Durch­bruch einer Wand kos­tet 900 Euro (inkl. MwSt.), einer Decke 900 Euro (inkl. MwSt.).

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Grund­la­ge 1: Anre­chen­ba­re Kos­ten

Grund­la­ge für die Berech­nung der Kos­ten eines Trag­werk­pla­ners sind zum Ers­ten die soge­nann­ten anre­chen­ba­ren Kos­ten. Die­se set­zen sich aus den Kos­ten der Bau­kon­struk­ti­on und den Kos­ten der tech­ni­schen Anla­gen zusam­men. Die Kos­ten­grup­pen sind in der DIN 276 wie folgt nach­zu­le­sen:

Zu den Kos­ten der Bau­kon­struk­ti­on zäh­len:

  • Baugrube/​Erdbau
  • Gründung/​Unterbau
  • Außen­wän­de
  • Innen­wän­de
  • Decken
  • Dächer
  • Infra­struk­tur­anla­gen
  • Bau­kon­struk­ti­ve Ein­bau­ten
  • Sons­ti­ge Bau­kon­struk­tio­nen

Zu den Kos­ten der tech­ni­schen Anla­gen zäh­len:

  • Abwasser/​Wasser/​Gasanlagen
  • Wär­me­ver­sor­gungs­an­la­gen
  • Luft­tech­ni­sche Anla­gen
  • Elek­tri­sche Anla­gen
  • Kommunikations‑, Sicher­heits- und infor­ma­ti­ons­tech­ni­sche Anla­gen
  • För­der­an­la­gen
  • Nut­zungs­spe­zi­fi­sche und ver­fah­rens­tech­ni­sche Anla­gen
  • Gebäu­de- und Anla­gen­au­to­ma­ti­on
  • Sons­ti­ge tech­ni­sche Anla­gen

Nach­dem die Gesamt­kos­ten für bei­de Pos­ten ermit­telt sind, errech­nen sich die anre­chen­ba­ren Kos­ten aus 55 % der Kos­ten für die Bau­kon­struk­ti­on und 20 % der Kos­ten für die tech­ni­schen Anla­gen.

Bei soge­nann­ten Inge­nieurs­bau­wer­ken, die sich durch einen hohen Anteil Grün­dung und der Trag­kon­struk­ti­on aus­zeich­nen, kön­nen die anre­chen­ba­ren Kos­ten noch dar­über hin­aus­ge­hen. Bei Umbau­ten oder Moder­ni­sie­run­gen – also Leis­tun­gen im Bestand – wird zusätz­lich ein Zuschlag berech­net.

Grund­la­ge 2: Hono­rar­zo­nen

Des Wei­te­ren ist das Hono­rar des Sta­ti­kers davon abhän­gig, wie kom­plex das Bau­vor­ha­ben ist. Die Hono­rar­zo­nen bezeich­nen unter­schied­li­che Schwie­rig­keits­gra­de von 1–5. Bei jeder Bau­kon­struk­ti­on wird ent­schie­den, ob es sich um eine Kon­struk­ti­on mit »sehr gerin­gen Anfor­de­run­gen« (Zone 1), »gerin­gen Anfor­de­run­gen« (Zone 2), »durch­schnitt­li­chen Anfor­de­run­gen« (Zone 3) , »über­durch­schnitt­li­chen Anfor­de­run­gen« (Zone 4) oder »sehr hohen Anfor­de­run­gen« (Zone 5) han­delt. Was genau wel­che Hono­rar­stu­fe beinhal­tet, kann man in § 63 der HOAI nach­le­sen. Ins­ge­samt lässt sich aber fest­hal­ten: je kom­pli­zier­ter die Bau­kon­struk­ti­on ist, des­to höher die Schwie­rig­keits­stu­fe und also die Bezah­lung. Beson­de­re Raf­fi­nes­sen, wie weit her­aus­ra­gen­de Bal­ko­ne, beson­ders gro­ße Fens­ter oder Gebäu­de, die den Ein­satz von Spann­be­ton for­dern, sind schwie­ri­ger zu pla­nen und daher auch kost­spie­li­ger.

Grund­la­ge 3: Hono­rar­ta­fel

Weiß man nun also um wel­che Hono­rar­zo­ne es sich han­delt und wie hoch die anre­chen­ba­ren Kos­ten sind, sind in der Hono­rar­ta­fel, die in § 65 ein­zu­se­hen ist, die Min­dest- und Höchst­sät­ze der Hono­ra­re für die Grund­leis­tun­gen der Sta­ti­ker abzu­le­sen. Eine Unter- oder Über­schrei­tung der Hono­ra­re ist geset­zes­wid­rig. Es lohnt sich jedoch immer, unter­schied­li­che Ange­bo­te von ver­schie­de­nen Trag­werks­pla­nern ein­zu­ho­len, da die Kos­ten sich auch im Rah­men der HOIA um meh­re­re hun­dert Euro unter­schei­den kön­nen.

Grund­la­ge 4: Leis­tungs­pha­sen

Die letz­te Grund­la­ge der Kos­ten­er­mitt­lung ergibt sich aus den Leis­tungs­pha­sen. Der Sta­ti­ker bekommt nur dann das vol­le Gehalt, wenn er mit allen sechs mög­li­chen Leis­tungs­pha­sen des Bau­pro­jekts betraut ist. Dass heißt er muss 1. die Grund­la­gen­er­mitt­lung, 2. die Vor­pla­nung, 3. die Ent­wurfs­pla­nung, 4. die Geneh­mi­gungs­pla­nung, 5. die Aus­füh­rungs­pla­nung und 6. die Vor­be­rei­tung der Ver­ga­be betreu­en. Sind vom Sta­ti­ker nur weni­ger Leis­tungs­pha­sen gefor­dert, bekommt er auch weni­ger Hono­rar. In der HOAI ist in § 64 genau fest­ge­legt, wel­che Leis­tun­gen in wel­cher Pha­se gefor­dert sind und wie vie­le Pro­zen­te der Sta­ti­ker für wel­che Grund­leis­tung erhält.

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