Kos­tet ein Sta­ti­ker in Ber­lin und Ham­burg gleich viel?

Kosten Statiker bundesweit gleich viel

Die­ser Arti­kel wur­de vor dem EuGH-Urteil zur HOAI geschrie­ben. Die Hono­ra­re für Sta­ti­ker sind inzwi­schen nicht mehr an die Ober- und Unter­gren­zen der HOAI gebun­den, kön­nen sich aber wei­ter­hin an ihnen ori­en­tie­ren. Es sind jetzt aber auch Fest­prei­se mög­lich.


Infor­ma­tio­nen zur Gebüh­ren­ord­nung (HOAI)

Ist ein bau­sta­ti­sches Gut­ach­ten in Ber­lin teu­rer als in Ham­burg? Das kann pas­sie­ren – zumal die Prü­fung der Bau­zeich­nung in der Haupt­stadt vor­ge­schrie­ben ist, an der Elbe jedoch nicht. Was Sta­ti­ker kos­ten, hängt außer­dem von der Art des Gebäu­des, dem Umfang der Leis­tun­gen und in gewis­sen Maß auch vom durch­füh­ren­den Betrieb ab. Die gute Nach­richt für alle Bau­her­ren: Die Kos­ten für Sta­ti­ker sind in der Hono­rar­ord­nung für Archi­tek­ten und Inge­nieu­re, kurz HOAI, gere­gelt. Klingt kom­pli­ziert? Das muss es nicht sein. Hier fin­den Sie die wich­tigs­ten Infor­ma­tio­nen zu Prei­sen von Sta­ti­kern für Neu­bau, Umbau und Sanie­rung.

Was ist ein Sta­ti­ker? Wer ein Haus baut, möch­te ein siche­res Dach über dem Kopf. Dafür, dass Wän­de und Decken hal­ten, sorgt der Sta­ti­ker. Er ist für die Pla­nung des Trag­werks zustän­dig. Daher heißt er offi­zi­ell auch Trag­werks­pla­ner. Als Qua­li­fi­ka­ti­on für die­se Auf­ga­be sind ein Bau­in­ge­nieurs­stu­di­um und meist eine ent­spre­chen­de Spe­zia­li­sie­rung nötig. Der umgangs­sprach­lich Sta­ti­ker genann­te Trag­werks­pla­ner ist also ein Bau­in­ge­nieur, der am Haus­bau oder Umbau betei­ligt ist.


Ist ein Sta­ti­ker nötig?

Grund­sätz­lich gilt: ohne Sta­ti­ker kein Haus. Der Trag­werks­pla­ner über­nimmt ver­schie­de­ne Auf­ga­ben. Neben der Sta­tik küm­mert er sich zum Bei­spiel auch um den Brand­schutz oder das Boden­gut­ach­ten. Wel­che Maß­nah­men kon­kret fäl­lig wer­den, rich­tet sich stark nach den Anfor­de­run­gen der Bau­her­ren und den Vor­ga­ben des Gesetz­ge­bers. So ist die Prü­fung für ein Ein­fa­mi­li­en­haus im All­ge­mei­nen weni­ger umfang­reich als für eine Grund­schu­le – und damit auch deut­lich güns­ti­ger. Das Hono­rar für den Sta­ti­ker fällt übri­gens unter die Bau­neben­kos­ten und ist, unter bestimm­ten Vor­aus­set­zun­gen, steu­er­lich absetz­bar – zum Bei­spiel als außer­ge­wöhn­li­che Belas­tung.

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Dass Auf­trag­ge­ber von Neu- oder Umbau­ten tat­säch­lich einen Sta­ti­ker beauf­tra­gen, ist jedoch nicht immer ver­pflich­tend. Der Ent­wurf eines Archi­tek­ten umfasst in der Regel die Trag­werks­pla­nung, Mus­ter­häu­ser sind bereits geprüft. Auch klei­ne­re Umbau­ten, die von einem Fach­be­trieb durch­ge­führt wer­den, erfor­dern nicht immer ein sta­ti­sches Gut­ach­ten, sind aber häu­fig sinn­voll.

Bau­her­ren soll­ten bei ihrer Bau­be­hör­de fra­gen, ob die Bau­plä­ne laut Lan­des­ge­setz begut­ach­tet wer­den müs­sen.


Was darf ein Sta­ti­ker kos­ten?

Wel­chen Preis ein Sta­ti­ker letzt­lich für sei­ne Leis­tun­gen berech­net, lässt sich nicht ein­deu­tig sagen. Aller­dings ist die Fest­set­zung auch nicht will­kür­lich, denn die Kos­ten für die Trag­werks­pla­nung sind in der HOAI gere­gelt. Sie sieht jedoch kei­ne Fix­kos­ten vor, son­dern legt Min­dest- und Maxi­mal­ho­no­ra­re fest. Die­se hän­gen wie­der­um von der Hono­rar­zo­ne ab. Was heißt das kon­kret?

Die HOAI sieht ins­ge­samt fünf ver­schie­de­ne Hono­rar­zo­nen vor, in die jedes Pro­jekt ein­ge­ord­net wird. Die Hono­rar­zo­ne 1 ist zum Bei­spiel für ein­fa­che Bau­ten mit sehr gerin­gen Pla­nungs­an­for­de­run­gen vor­ge­se­hen, in Hono­rar­zo­ne 5 fal­len beson­ders kom­ple­xe Bau­wer­ke. Das klas­si­sche Ein­fa­mi­li­en­haus liegt meist in Hono­rar­zo­ne 2 oder 3, auf­wän­di­ge Kon­struk­tio­nen wie weit über­ste­hen­de Bal­ko­ne, Gale­rien oder außer­ge­wöhn­li­che For­men kön­nen jedoch auch zu einer höhe­ren Hono­rar­zo­ne füh­ren.

Nun hängt der End­preis außer­dem davon ab, an wel­chen Leis­tungs­pha­sen der Sta­ti­ker betei­ligt ist. Wird er in allen 6 Pha­sen

  1. Grund­la­gen­er­mitt­lung
  2. Vor­pla­nung
  3. Ent­wurfs­pla­nung
  4. Geneh­mi­gungs­pla­nung
  5. Aus­füh­rungs­pla­nung
  6. Vor­be­rei­tung bei der Ver­ga­be

tätig, kann er den vol­len Satz abrech­nen. Sonst fal­len ent­spre­chend antei­li­ge Kos­ten für die Trag­werks­pla­nung an.

Wir bie­ten Sta­tik­be­rech­nun­gen zum Fest­preis an. Eine EFH-Sta­tik bis 150 m² Wohn­flä­che kos­tet bei uns inkl. Wär­me­schutz­nach­weis 2.150 Euro (inkl. MwSt.) und dau­ert 20 Werk­ta­ge – per »Express« sogar nur 5 Werk­ta­ge. Eine Sta­tik für den Durch­bruch einer Wand kos­tet 800 Euro (inkl. MwSt.), einer Decke 800 Euro (inkl. MwSt.). Wir erstel­len den Wär­me­schutz­nach­weis ab 550 Euro (inkl. MwSt.), den Brand­schutz­nach­weis ab 500 Euro (inkl. MwSt.) und den Schall­schutz­nach­weis ab 600 Euro (inkl. MwSt.).

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Anre­chen­ba­re Kos­ten als Berech­nungs­grund­la­ge

Wie hoch der abso­lu­te Preis für einen Sta­ti­ker tat­säch­lich aus­fällt, rich­tet sich nach den anre­chen­ba­ren Kos­ten. Die­se berech­nen sich als Sum­me aus 55 % der Bau­kon­struk­ti­ons­kos­ten (Bau­werk) und 10 % der Kos­ten für die tech­ni­schen Instal­la­tio­nen (Haus­tech­nik). Dar­aus ergibt sich eine Kom­bi­na­ti­on aus Hono­rar­zo­ne und anre­chen­ba­ren Kos­ten, die nach der Hono­rar­ord­nung für Archi­tek­ten und Inge­nieu­re einer Hono­rar­ta­bel­le zuge­ord­net wird. Hier­für sieht die Tabel­le, wie erwähnt, eine Kos­ten­span­ne vor.

Wei­ter­füh­ren­de Leis­tun­gen

Ein Sta­ti­ker kann außer­dem wei­te­re Leis­tun­gen über­neh­men. Zu den wich­tigs­ten Ange­bo­ten zählt das Boden­gut­ach­ten. Es gibt Auf­schluss dar­über, ob der der Boden trag­fä­hig ist. Auch in Bestands­ge­bäu­den wird der Bau­in­ge­nieur tätigt. Hier beur­teilt er zum Bei­spiel, inwie­fern even­tu­el­le Schä­den die Trag­fä­hig­keit beein­flus­sen.

Kos­ten für Sta­ti­ker auf einen Blick

Die Kos­ten für Sta­ti­ker rich­ten sich nach meh­re­ren Fak­to­ren:

  • Anre­chen­ba­re Kos­ten
  • Hono­rar­zo­ne
  • Hono­rar­ta­fel

Die Unter- und Ober­gren­zen für das Hono­rar sind in der HOAI fest­ge­legt.

Tipp: Umfang des Ange­bots prü­fen und Prei­se ver­glei­chen!


Bau­sta­ti­sche Gut­ach­ten kön­nen sich von Anbie­ter zu Anbie­ter durch­aus unter­schei­den. Zwar sind die nöti­gen Leis­tun­gen in Bran­den­burg, Ber­lin und Hes­sen gesetz­lich gere­gelt, ansons­ten unter­schei­den sich die Offer­ten jedoch meist. Ein schein­bar güns­ti­ges Ange­bot muss daher nicht zwangs­läu­fig ein gutes Preis-Leis­tungs-Ver­hält­nis auf­wei­sen. Des­halb wird emp­foh­len, sich meh­re­re Ange­bo­te ein­zu­ho­len und die Kos­ten für den Sta­ti­ker zu ver­glei­chen.

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