Kosten Brand­schutz­nachweis beim EFH

Kosten vom Brandschutznachweis für ein Einfamilienhaus

Wer ein Haus baut oder einen Umbau plant, ist gesetz­lich ver­pflich­tet, einen Brand­schutz­nach­weis vor­zu­le­gen. Im Detail unter­schei­den sich die Vor­ga­ben dazu von Land zu Land. Grund­sätz­lich zu dif­fe­ren­zie­ren ist außer­dem zwi­schen dem Brand­schutz­nach­weis für ein Ein­fa­mi­li­en­haus (EFH) und dem Brand­schutz­kon­zept für ein Mehr­fa­mi­li­en­haus (MFH) mit vie­len Wohn­ein­hei­ten. Was müs­sen Bau­her­ren hier beach­ten und was darf ein Brand­schutz­nach­weis kos­ten?

Konstruktiver Brandschutz und Brandschutzkonzept – Wo liegen die Unterschiede?

Unter dem Begriff Brand­schutz wer­den unter­schied­li­che Maß­nah­men zusam­men­ge­fasst. Für Bau­her­ren von Ein- und Mehr­fa­mi­li­en­häu­sern ist vor allem der kon­struk­ti­ve Brand­schutz rele­vant. Hier­bei geht es dar­um, sicher­zu­stel­len, dass die Kon­struk­ti­on einem Feu­er eine gewis­se Zeit wider­ste­hen kann. So haben die Bewoh­ner im Ernst­fall Zeit, sich zu ret­ten. Wenn das Gebäu­de von meh­re­ren Par­tei­en bewohnt wird, kommt die­ser Ret­tung eine wei­te­re wich­ti­ge Bedeu­tung zu. Ent­spre­chen­de Ret­tungs­we­ge müs­sen in aus­rei­chen­der Anzahl vor­han­den, für jeden gut erreich­bar und nicht ver­schlos­sen sein.

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Abgrenzung konstruktiver Brandschutz und Brandschutzkonzept

Eine ganz kla­re Tren­nung zwi­schen den Begrif­fen gibt es nicht. Aller­dings ist der kon­struk­ti­ve Brand­schutz immer Teil des Brand­schutz­kon­zepts. Die­ses kann dar­über hin­aus noch Maß­nah­men zum tech­ni­schen (Sprink­ler­an­la­gen, Rauch­ab­zug, Feu­er­lö­scher) und orga­ni­sa­to­ri­schen (Ret­tungs­plä­ne) Brand­schutz ent­hal­ten. Das Brand­schutz­kon­zept für ein Ein­fa­mi­li­en­haus beschränkt sich daher meist auf den kon­struk­ti­ven Brand­schutz.

Konstruktiver Brandschutz für Mehrfamilienhäuser

Mehr­par­tei­en­häu­ser wer­den im All­ge­mei­nen in eine höhe­re Gebäu­de­klas­se ein­ge­stuft als Ein­fa­mi­li­en­häu­ser. Ent­spre­chend erge­ben sich dar­aus beson­de­re Anfor­de­run­gen, was den kon­struk­ti­ven Brand­schutz anbe­langt. Das folgt zum Bei­spiel aus der Not­wen­dig­keit von Ret­tungs­we­gen, die schon bei der Pla­nung berück­sich­tigt wer­den müs­sen. Zu beach­ten sind ins­be­son­de­re auch die Vor­ga­ben zu benö­tig­ten Ein­rich­tun­gen, etwa Feu­er­lö­scher im Gebäu­de, die aller­dings zum tech­ni­schen Brand­schutz zäh­len.

Konstruktiver Brandschutz für Einfamilienhäuser

Der kon­struk­ti­ve Brand­schutz für Ein­fa­mi­li­en­häu­ser bezieht sich fast nur auf die ver­wen­de­ten Mate­ria­li­en. Bei­spiels­wei­se muss sicher­ge­stellt sein, dass Trä­ger, egal aus wel­chem Mate­ri­al, bei einem Brand nicht sofort nach­ge­ben.

Brand­ge­schützt ist nicht gleich unbrenn­bar: Dür­fen aus Brand­schutz­grün­den kei­ne Holz­bal­ken ver­baut wer­den? Nein, die­se Fol­ge­rung ist falsch. Prin­zi­pi­ell dür­fen auch Mate­ria­li­en zum Ein­satz kom­men, die brenn­bar sind. Die­se müs­sen dann aber so dimen­sio­niert sein, dass sie dem Feu­er eine Wei­le wider­ste­hen. Im Fall von Holz­bal­ken bedeu­tet das zum Bei­spiel einen mini­ma­len Durch­mes­ser.

Musterbauordnung und Landesbauordnungen

Die wich­tigs­te Fra­ge für Bau­her­ren lau­tet nun: Wel­che gesetz­li­chen Vor­ga­ben zum Brand­schutz muss mei­ne Immo­bi­lie erfül­len? – das hängt von ver­schie­de­nen Fak­to­ren ab. Da die­ses The­ma eine hohe Rele­vanz besitzt, gibt es zunächst bun­des­weit gül­ti­ge Vor­ga­ben, die in der Mus­ter­bau­ord­nung (MBO) fest­ge­schrie­ben sind. Dar­über hin­aus regeln die jewei­li­gen Lan­des­bau­ord­nun­gen den Brand­schutz­nach­weis. Dar­aus ergibt sich, dass die­ser für ein Ein­fa­mi­li­en­haus je nach Bun­des­land unter­schied­lich aus­fällt. In Bay­ern ist der Brand­schutz­nach­weis zum Bei­spiel ver­pflich­tend, in ande­ren Bun­des­län­dern gibt es auch ver­fah­rens­freie Gebäu­de, für die kein Nach­weis erbracht wer­den muss.

In der Pra­xis muss kein Bau­herr selbst her­aus­fin­den, wel­che Brand­schutz­ver­ord­nung gilt. Dafür gibt es Spe­zia­lis­ten wie den Sta­ti­ker und den Archi­tek­ten. Auch eine Rück­fra­ge beim Bau­amt schafft Klar­heit. Fra­gen Sie am bes­ten direkt uns, ESTATIKA – die Bau­in­ge­nieu­re und Bau­phy­si­ker:



Wer erstellt den Brandschutznachweis?

Übli­cher­wei­se stammt der Brand­schutz­nach­weis vom Sta­ti­ker. Das ist sinn­voll, denn er ist ohne­hin für die Dimen­sio­nie­rung des Trag­werks ver­ant­wort­lich. Im Nach­weis bestä­tigt er, dass er bei der Pla­nung die recht­li­chen Vor­ga­ben zum Brand­schutz ein­ge­hal­ten hat. Die Fra­ge ist aller­dings auch: Wer darf einen Brand­schutz­nach­weis erstel­len? Hier dif­fe­ren­ziert der Gesetz­ge­ber nach Gebäu­de­klas­sen. Wäh­rend für die Klas­sen 1 bis 3 meist kei­ne beson­de­ren Vor­ga­ben bestehen, ist ab Klas­se 4 in den meis­ten Bun­des­län­dern eine Nach­weis­be­rech­ti­gung erfor­der­lich. Die­se kön­nen Sta­ti­ker zum Bei­spiel bei der Inge­nieurs­kam­mer in einem Lehr­gang erwer­ben. Bei Son­der­bau­ten der Gebäu­de­klas­se 5 sieht der Gesetz­ge­ber außer­dem eine Prü­fung durch einen Prüf­in­ge­nieur bzw. Prüf­sach­ver­stän­di­gen vor. Neben dem Sta­ti­ker kann auch ein ent­spre­chend aus­ge­bil­de­ter Archi­tekt den Brand­schutz­nach­weis erbrin­gen.

Was gehört in den Brandschutznachweis?

Der eigent­li­che Brand­schutz­nach­weis ist eine Zusam­men­stel­lung rele­van­ter tech­ni­scher Details. Dazu gehört zum Bei­spiel eine Objekt­be­schrei­bung mit Bau­zeich­nun­gen. Der Sta­ti­ker gibt außer­dem die genaue Adres­se des Gebäu­des und die Anschrift des Bau­herrn an.

Was darf ein Brandschutznachweis kosten?

Für Bau­her­ren eben­falls von Inter­es­se ist die Fra­ge, wel­che Kos­ten Brand­schutz­nach­weis und Brand­schutz­kon­zept erzeu­gen. Die­se hän­gen von ver­schie­de­nen Fak­to­ren ab:

  • Stand­ort (Bun­des­land)
  • Höhe der anre­chen­ba­ren Kos­ten
  • Gebäu­de­klas­se

Dar­über hin­aus ist wich­tig, ob der Brand­schutz­nach­weis Teil des Bau­an­trags ist. Dann kön­nen die Kos­ten anhand der HOAI (Hono­rar­ord­nung für Archi­tek­ten und Inge­nieu­re) abge­schätzt wer­den. Im Nach­hin­ein erstell­te Brand­schutz­kon­zep­te sind in aller Regel teu­rer. Brand­schutz­nach­wei­se für Mehr­fa­mi­li­en­häu­ser sind im Ver­gleich zu Ein­fa­mi­li­en­häu­sern auf­grund des Umfan­ges natür­lich kos­ten­in­ten­si­ver.

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Wichtig: Brandschutzkonzept und Brandschutznachweis rechtzeitig erstellen!

Um Kos­ten für den Brand­schutz­nach­weis zu spa­ren, ist es sinn­voll, den Sta­ti­ker damit recht­zei­tig zu beauf­tra­gen. Am güns­tigs­ten ist es, wenn der Nach­weis direkt in der Pla­nungs­pha­se von dem Büro erstellt wird, das auch die Sta­tik lie­fert. Bau­her­ren haben hier das Recht, den Anbie­ter frei zu wäh­len. Sie sind also nicht die Emp­feh­lung eines Archi­tek­ten gebun­den. Ein Ver­gleich von Kos­ten­vor­anschlä­gen vor der Ver­ga­be des Auf­trags ist emp­feh­lens­wert.

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Kosten für Statiker

Was kostet ein Statiker?

Grund­sätz­lich ist das Gehalt bzw. Hono­rar eines Trag­werks­pla­ners oder Sta­ti­kers in der Hono­rar­ord­nung für Archi­tek­ten und Inge­nieu­re, kurz HOAI, fest­ge­schrie­ben.
Kosten Statiker

Statiker Preise – Nach Honorar­ordnung?

Sta­ti­ker sind für vie­le Bau­her­ren ein wich­ti­ger Bestand­teil der Kos­ten­pla­nung beim Haus­bau. Sta­ti­ker Prei­se hän­gen viel­fach von den Gege­ben­hei­ten und dem Bau­vor­ha­ben ab.
Statik Kosten durch Materialaufwand definieren

Statik Kosten beim Bau sparen

Der Sta­ti­ker erbringt sei­ne Leis­tung, so dass das ver­wen­de­te Mate­ri­al zum einen rich­tig gewählt und zum ande­ren effi­zi­ent genutzt wird. Damit senkt er die Sta­tik…
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