För­de­rung: Wär­me­schutz im Gebäu­de­be­stand von Hamburg

Ham­burg gilt in Deutsch­land als zweit­größ­te Stadt (knapp 2 Mio. Ein­woh­ner). Dabei ist es nicht nur eine Metro­po­le, son­dern auch ein eige­nes Bun­des­land. Für Haus­ei­gen­tü­mer sind vor allem die Archi­tek­tur und damit ein­her­ge­hend die The­ma­tik »Alt­bau moder­ni­sie­ren in Ham­burg« rele­vant. In Ham­burg kön­nen bestehen­de Häu­ser im Bereich des Wär­me­schut­zes sepa­rat geför­dert werden.

Sie bau­en im Bestand? Jetzt in 2 Minu­ten kosten­loses Sta­tik-Ange­bot einholen!

Schritt 1 von 5
SSL gesicherte Übertragung

För­der­pro­gramm in Ham­burg: Wär­me­schutz in Bestandsgebäuden

Die IFB Ham­burg ermög­licht eine finan­zi­el­le Unter­stüt­zung in Form von Zuschüs­sen. Die­se gel­ten vor­ran­gig für Maß­nah­men, die die Gebäu­de­hül­le ener­gie­ef­fi­zi­en­ter gestal­ten. Dem­entspre­chend rich­tet sich die Finanz­sprit­ze an Häu­ser, die bis inkl. 1994 errich­tet wor­den sind. Dabei steht auch in Ham­burg das bun­des­wei­te Ziel der Ein­spa­rung von Ener­gie und CO2 im Fokus. Wich­tig ist bei die­sem Hilfs­pro­gramm für Haus­ei­gen­tü­mer: Die Wär­me­schutz-För­de­rung ist mit ande­ren För­de­run­gen (KfW oder BAFA) kom­bi­nier­bar.

Vor­aus­set­zun­gen für den Wär­me­schutz-Zuschuss in Hamburg

Wie vie­le ande­re Pro­gram­me zur Moder­ni­sie­rung, stellt auch Ham­burg gewis­se Bedin­gun­gen, an die die Zuschüs­se gekop­pelt sind. Bspw. ist ein Ham­bur­ger Ener­gie­pass nötig. Die­ser ist spe­zi­ell für umfas­sen­de Maß­nah­men not­wen­dig und sieht z. B. eine Bezu­schus­sung im soge­nann­ten Bilanz­ver­fah­ren vor.

Für die mate­ri­el­le Unter­stüt­zung ist des Wei­te­ren der Maß­nah­men-Beginn wesent­lich für die Bewil­li­gung. Die Zuschüs­se kön­nen nur bewil­ligt wer­den, bevor das jewei­li­ge Vor­ha­ben ange­fan­gen wird. Das bedeu­tet: Sobald sie die benö­tig­ten Leis­tungs­ver­trä­ge bzw. Lie­fe­rungs­ver­trä­ge für das Vor­ha­ben abschlie­ßen, ent­fällt der Anspruch auf die För­de­rung. Bei Woh­nungs­ei­gen­tü­mer­ge­mein­schaft ist oben­drein ein Mit­glied der Gemein­schaft als Bevoll­mäch­tig­ter vonnöten.

Wel­che Maß­nah­men pro­fi­tie­ren von der Wärmeschutz-Förderung?

Damit die Zuschüs­se aus­ge­zahlt wer­den kön­nen, sind nur bestimm­te Maß­nah­men zuläs­sig. Hier unter­schei­det die IFB Ham­burg zwi­schen dem soge­nann­ten Bau­teil- und Bilanz­ver­fah­ren. Die bei­den Ver­fah­ren unter­schei­den sich hin­sicht­lich ihres Umfangs. Das Bilanz­ver­fah­ren bezeich­net vor­ran­gig Gesamt­maß­nah­men, die umfas­sen­de Moder­ni­sie­run­gen ent­hal­ten. Im Gegen­zug ist mit dem Bau­teil­ver­fah­ren die Erneue­rung von ein­zel­nen Gebäu­de­tei­len gemeint (»Ein­zel­maß­nah­men«).

Zusätz­lich gestat­tet die IFB Ham­burg die Bezu­schus­sung, wenn nach­hal­ti­ges Dämm­ma­te­ri­al genutzt wird. Auch Maß­nah­men, die die Qua­li­tät gewähr­leis­ten, gel­ten als för­der­fä­hig. Hier sind spe­zi­ell die Luft­dicht­heits­mes­sung, Bau­be­glei­tung oder hydrau­li­schen Abglei­che zu nennen.

Wer pro­fi­tiert vom Zuschuss?

Die Unter­stüt­zung rich­tet sich an Eigen­tü­mer des betref­fen­den Grund­stücks bzw. Gebäu­des. Dane­ben kön­nen den För­der­an­trag eben­so Erb­bau­be­rech­tig­te bzw. Ver­fü­gungs­be­rech­tig­te stel­len. Hier­bei sind nur Per­so­nen­krei­se einer För­de­rung wür­dig, die über Rei­hen­häu­ser, Ein­fa­mi­li­en­häu­ser (EFH), Dop­pel­haus­hälf­ten (DH) oder klei­nen Mehr­fa­mi­li­en­häu­sern (MFH) ver­fü­gen. Ins­be­son­de­re MFH dür­fen max. 2 ver­mie­te­te Wohn­par­tei­en enthalten.

För­der­sum­men und mehr: Ham­bur­ger Konditionen

Die För­de­rung ist als Zuschuss vor­ge­se­hen. Zusätz­lich rich­ten sich die Sum­men nach den Maß­nah­men, die durch­ge­führt wer­den sol­len. Grund­sätz­lich ist dar­auf zu ach­ten, dass der Ham­bur­ger Ener­gie­pass für das Bilanz­ver­fah­ren nötig ist, nicht aber für das Bau­teil­ver­fah­ren. Wel­che För­der­sum­men kön­nen Antrag­stel­ler letzt­lich erwarten?

Höhe der Zuschüs­se im Bau­teil­ver­fah­ren (»ein­zel­ne Maßnahmen«)

Die Zuschüs­se ori­en­tie­ren sich für Ein­zel-Vor­ha­ben an den Gebäu­de­tei­len. Daher spie­len in dem Bereich vor allem die m² eine Rol­le. Ein Hydrau­lik­ab­gleich (min. Ver­fah­ren A) ist hier grund­sätz­lich vor­ge­schrie­ben. Für den Aus­tausch bestehen­der Außen­tü­ren mit Wär­me­schutz­tü­ren erhal­ten Emp­fän­ger 110 Euro/​Tür. Für den Aus­tausch bestehen­der Fens­ter mit sol­chen, die einen bes­se­ren Wär­me­schutz bie­ten, gibt es immer­hin 77 Euro/​m² (d. h. für Fens­ter­tü­ren, Dach­flä­chen­fens­ter und für die Fas­sa­de: Vertikalfenster).

Davon abge­se­hen erhal­ten die Zah­lungs­emp­fän­ger Zuschüs­se für wär­me­däm­men­de Maß­nah­men an fol­gen­den Bau­tei­len:

  • Flach­dach: 16,50 Euro/​m²
  • Steil­dach, Gau­ben­dach und Gau­ben­wan­gen: 33 Euro/​m²
  • Kel­ler­de­cke, Kel­ler­soh­le und für Außen­wän­de gg. Erd­reich oder unbe­heiz­te Räu­me: 5,50 Euro/​m²
  • Zwei­scha­li­ge Außen­wän­de (»Kern­däm­mung«): 3,30 Euro/​m²
  • Denk­mal-Außen­wän­de (»Innen­däm­mung«) und ande­re Bau­sub­stanz, die erhal­ten wer­den soll: 17 Euro/​m²
  • Außen­wän­de (»Außen­däm­mung«): 22 Euro/​m²
  • Obers­te Geschoss­de­cke: 8,30 Euro/​m²
  • Flach­dach mit Ein­blas­däm­mung: 5,50 Euro/​m²

Über­steigt die För­de­rung 5.000 Euro, besteht zudem die Pflicht, bei Hei­zungs­an­la­gen den Hydrau­lik­ab­gleich gemäß dem VdZ-Ver­fah­ren B durch­zu­füh­ren. Dane­ben ist für solch eine För­der­sum­me eine Bau­be­glei­tung zwin­gend vor­ge­schrie­ben. Ach­tung: Die­se Sum­me gilt für die ers­te Wohn­stät­te! Wei­te­re Woh­nun­gen erhö­hen die aus­zahl­ba­re För­de­rung um je 100 Euro.

Höhe der Zuschüs­se im Bilanz­ver­fah­ren (»umfas­sen­de­re Maßnahmen«)

Bei grö­ße­ren Maß­nah­men zur Erneue­rung ist die För­der­sum­me anhand des ener­ge­ti­schen Jah­res­stan­dards gestuft. Die­ser Ener­gie­be­darf, der am Jah­res­en­de durch die Maß­nah­men ein­ge­spart wird, lässt sich dem­nach in der Han­se­stadt bezu­schus­sen. Hier gilt: Die Unter­stüt­zung fällt höher aus, wenn der Ener­gie­stan­dard im Anschluss an die Maß­nah­men steigt. Dem­nach ist der Zuschuss wie folgt gestaffelt:

  • Stu­fe A: 0,31 Euro/​kWh (für IFB-Effi­zi­enz­haus-Stan­dard 85)
  • Stu­fe B: 0,41 Euro/​kWh (für IFB-Effi­zi­enz­haus-Stan­dard 70)
  • Stu­fe 3: 0,51 Euro/​kWh (für IFB-Effi­zi­enz­haus-Stan­dard 55)

Die­ses Bilanz­ver­fah­ren erfor­dert gene­rell den Ham­bur­ger Ener­gie­pass. Dane­ben ist der hei­zungs­an­la­gen­ba­sier­te Hydrau­lik­ab­gleich gefor­dert. Zusätz­lich brau­chen Eigen­tü­mer eine qua­li­fi­zier­te Bau­be­glei­tung bzw. einen Sach­ver­stän­di­gen. Eine Luft­dicht­heits­mes­sung ist zudem für Stu­fe B und Stu­fe C vorgeschrieben.

Zuschuss­hö­he für Dämm­stof­fe und Qualitätssicherung

Neben dem Bilanz­ver­fah­ren und Bau­teil­ver­fah­ren kön­nen auch die qua­li­täts­si­chern­den Maß­nah­men von Zuschüs­sen pro­fi­tie­ren. Hier­bei lie­gen die För­der­sum­men in fol­gen­den Höhen vor:

  • Nach­hal­ti­ges Dämm­ma­te­ri­al: 11 Euro/​m²
  • Hydrau­lik­ab­gleich: 75 % der för­der­wür­di­gen Kos­ten (Ver­fah­ren A); 85 % bei Ver­fah­ren B
  • Bau­be­glei­tung: max. 1650 Euro; i.A. 50 % vom Honorar
  • Mes­sung der Luft­dich­te: max. 275 Euro; i.A. 40 % vom Honorar
  • Zzgl. Staf­fel-Beträ­ge für jede wei­te­re Wohnstätte

Fazit: Wär­me­schutz im Ham­bur­ger Alt­bau bezu­schus­sen lassen

Ham­burg bie­tet Eigen­tü­mern von Bestands­bau­ten soli­de Chan­cen, um von Zuschüs­sen zum Moder­ni­sie­ren zu pro­fi­tie­ren. Die Inves­ti­ti­ons- und För­der­bank Ham­burg ist der pas­sen­de Ansprech­part­ner. Hier kön­nen Haus­ei­gen­tü­mer die ide­al gestaf­fel­te Zuschuss-För­de­rung zum bes­se­ren Wär­me­schutz bzw. zur gestei­ger­ten Ener­gie­ef­fi­zi­enz eines Alt­baus zu bekommen.

Sie bau­en oder sanie­ren im Bestand? Unse­re Dipl.-Bauingenieure (FH) mit mehr als 15 Jah­ren Berufs­er­fah­rung und jähr­lich über 700 Pro­jek­ten erstel­len ger­ne einen geneh­mi­gungs­fä­hi­gen Stand­si­cher­heits­nach­weis (ggf. mit Beweh­rungs­plä­ne) für Ihr Bau­vor­ha­ben. Fra­gen Sie uns kos­ten­los mit unse­rem Online-For­mu­lar oder direkt an:


Wei­te­re Infor­ma­tio­nen zum Bestandsbau

Wanddurchbruch und Tür einsetzen

Wand­durch­bruch und Tür einsetzen

Wenn Sie beim Wand­durch­bruch vol­ler Enthu­si­as­mus zu Ham­mer und Mei­ßel grei­fen, ist das die fal­sche Opti­on. Wir erklä­ren Ihnen, dass Sie nicht jede Wand einfach … 

För­der­pro­gramm in Essen: Wohn­raum modernisieren

Mit­ten im Ruhr­ge­biet liegt die Stadt Essen mit mehr als einer hal­ben Mil­li­on Ein­woh­ner. Zum Stadt­bild zäh­len zahl­rei­che geschichts­träch­ti­ge Alt­bau­ten. Zudem bie­tet Essen bedeu­ten­de Bauwerke …