För­der­pro­gramm »Alt­bau­sa­nie­rung« in Münster

Altbauten in Münster sanieren

Die west­fä­li­sche Stadt Müns­ter macht als Fahr­rad­stadt von sich reden. Sie gilt als natur­na­her Ort, der sich für ein grü­nes Stadt­bild stark macht. Alt­bau­ten mit­samt Geschich­te gehö­ren zur Uni­ver­si­täts­stadt. Mehr als zwei Drit­tel aller Häu­ser sind älter als 30 Jah­re. Jedoch beein­flus­sen genau die­se alten Gebäu­de die Ener­gie­bi­lanz. Ener­gie­ef­fi­zi­enz ist somit (auch) in Müns­ter gefragt! Dem­entspre­chend inves­tiert die Stadt Müns­ter seit 1997 durch einen För­der­topf in die Sanie­rung von Bestands­bau­ten und ent­wi­ckelt das Pro­gramm kon­ti­nu­ier­lich wei­ter. Was das För­der­pro­gramm in Müns­ter zu bie­ten hat, erfah­ren Sie hier. Im Übri­gen: Glei­che Hil­fen wer­den in vie­len Städ­ten in NRW, bspw. auch in Köln, bereit­ge­stellt.

Eine Alt­bau­sa­nie­rung kann eben­so kos­ten­in­ten­siv sein wie der kom­plet­te Neu­bau eines Eigen­heims. Denn wer einen Alt­bau sanie­ren will, ach­tet idea­ler­wei­se direkt mit auf ener­ge­ti­sche Aspek­te. Damit eine sol­che Sanie­rung nicht den Kos­ten­rah­men des eige­nen Geld­beu­tels sprengt, bie­tet sich das För­der­pro­gramm »Alt­bau­sa­nie­rung« der Stadt Müns­ter an. 

Ggf. kann man das För­der­pro­gramm mit wei­te­ren Lan­des- oder Bun­des­zu­schüs­sen (wie bspw. durch die KfW-Pro­gram­me) kom­bi­nie­ren. Hier fra­gen Sie am bes­ten direkt bei der Stadt Müns­ter nach. Sinn­voll ist auch eine Ener­gie­be­ra­tung um den ener­ge­ti­schen Sta­tus Quo auf­zu­zei­gen und mög­li­che Maß­nah­men zu definieren.

För­der­fä­hi­ge Maßnahmen

Ener­gie­ef­fi­zi­enz ist bei der Sanie­rung ein Kern­aspekt – spe­zi­ell im Hin­blick auf die Kos­ten für Ener­gie. Ein bes­se­rer Wär­me­schutz ist daher ein wesent­li­cher Teil der Maß­nah­men, um den Alt­bau für die Zukunft fit zu machen. Vie­le Haus­ei­gen­tü­mer in Müns­ter den­ken dem­entspre­chend dar­über nach, mehr am Haus zu sanie­ren als ledig­lich eine moder­ne­re Heiz­an­la­ge ein­zu­bau­en. Und genau die­se qua­li­ta­tiv hoch­wer­ti­gen Sanie­run­gen unter­stützt die Stadt Münster.

Wär­me­ver­lus­te durch Ein­fach­fens­ter oder ein unge­dämm­tes Dach las­sen die Heiz­kos­ten stei­gen. Eine ener­ge­ti­sche Sanie­rung kann hier Abhil­fe schaf­fen: Gut die Hälf­te der Ener­gie­kos­ten kön­nen ein­ge­spart wer­den. Allei­ne durch Dämm­maß­nah­men kann reich­lich Ener­gie ein­ge­spart werden: 

  • Dach (~ 25 %)
  • Fens­ter (~ 15 %)
  • Außen­wän­de (~ 30 %)
  • Kel­ler­de­cke (~ 10 %)

Des­halb zählt zu den för­der­fä­hi­gen Maß­nah­men die Erneue­rung der Fens­ter, die Däm­mung von Dach, Wand und Kel­ler. Dabei gibt es noch wei­te­re Zuschüs­se, wenn dabei öko­lo­gisch sinn­vol­le Mate­ria­len ver­wen­det wer­den. Auch eine Bezu­schus­sung bei der Durch­füh­rung einer Luft­dicht­heits­mes­sung (Blower-Door-Mes­sung) und von Lüf­tungs­an­la­gen mit Wär­me­rück­ge­win­nung ist eben­falls mög­lich. Genaue Infor­ma­tio­nen fin­den Sie auf den rele­van­ten Sei­ten der Stadt.

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Vor­aus­set­zun­gen für die För­de­rung durch das För­der­pro­gramm Münster

Ein paar Vor­aus­set­zun­gen sind trotz allem zu erfül­len, um für das För­der­pro­gramm der Ener­gie­ein­spa­rung und Alt­bau­sa­nie­rung in Müns­ter geeig­net zu sein. Die wich­tigs­ten För­der­vor­aus­set­zun­gen umfas­sen Wohn­flä­chen von weni­ger als 150 m² pro Wohn­ein­heit. Zudem muss das Wohn­haus vor 1995 erbaut wor­den sein. Moder­ne Neu­bau­ten sind daher vom För­der­pro­gramm größ­ten­teils aus­ge­schlos­sen. Ener­gie­aus­weis und Ener­gie­spar­gut­ach­ten sind auch erforderlich.

Wer schon mit dem Sanie­ren ange­fan­gen hat oder sogar fer­tig ist, bekommt lei­der kei­ne För­de­rung mehr zuge­spro­chen. Gleich­zei­tig darf bei der Sanie­rung kein Tro­pen­holz ver­baut wer­den. Das ist bspw. bei Fens­ter­rah­men häu­fi­ger der Fall. Wer also sei­ne Fens­ter aus­zu­tau­schen plant, ach­tet am bes­ten gezielt auf das Mate­ri­al. Zugleich ist es rat­sam, die Sanie­rung in Müns­ter nicht in Eigen­re­gie durch­zu­füh­ren. Das För­der­pro­gramm ist aus­schließ­lich für pro­fes­sio­nell durch­ge­führ­te Arbei­ten geeig­net. Wer in dem Punkt Geld spart, geht des­halb eher leer aus. Nicht zuletzt fal­len gewerb­lich genutz­te Häu­ser aus der För­de­rung heraus. 

Eben­so sind ggf. bau­recht­li­che und pla­nungs­recht­li­che Punk­te zu beach­ten. Umso mehr lohnt sich im Vor­feld der Kon­takt zu Trag­werks­pla­ner, Archi­tek­ten und ggf. Bau­un­ter­neh­men, um die Chan­ce auf För­de­rung zu erhöhen.

Antrag auf För­de­rung stel­len – Das gehört dazu!

Damit die För­de­rung in Müns­ter für die Alt­bau­sa­nie­rung und Ver­bes­se­rung der Wär­me­däm­mung gelingt, gehö­ren diver­se Unter­la­gen zusätz­lich zum Antrag auf För­de­rung dazu: 

  • Ener­gie­be­darfs­aus­weis
  • Ener­gie­gut­ach­ten (Ener­gie­spar­be­ra­tung kos­tet für ein ein­fa­ches EFH ~ 400 Euro)
  • Kos­ten­vor­anschlag von Hand­werks­un­ter­neh­men (inklu­si­ve fol­gen­der Anga­ben: Flä­chen, die zu sanie­ren sind, gefor­der­te Min­dest­stan­dards der Lüftungsanlage/​Bauteile, vor­ge­se­he­ne Dämmmaterialien)
  • bau­phy­si­ka­li­scher Nach­weis bei der Däm­mung von Innen­räu­men (laut Richt­li­ni­en zur Funktionsfähigkeit)
  • Nachweis(e) zur Kenn­zeich­nung mit »Blau­er Engel« oder »natureplus«-Qualitätszeichen, sofern ökologische/​umweltfreundliche Dämm­ma­te­ria­li­en zum Ein­satz kommen
  • Bei Eigen­tums­woh­nun­gen: Nach­weis, dass der Antragsteller/​die Antrag­stel­le­rin gemäß § 26 Abs. 4 WEG als Ver­wal­ter bestellt wur­de und
    Beschluss der Eigen­tü­mer­ge­mein­schaft über die Durch­füh­rung der bean­trag­ten Maßnahmen
  • Bei Antrag­stel­lung durch einen Bevoll­mäch­tig­ten: eine unter­schrie­be­ne Vollmacht

Was bringt die För­de­rung? För­der­hö­he und mehr

Wie pro­fi­tie­ren Bau­her­ren und Eigen­tü­mer von dem För­der­pro­gramm zur ener­ge­ti­schen Sanie­rung und Alt­bau­sa­nie­rung der Stadt Müns­ter? Die För­der­hö­he ist für den Alt­bau in Müns­ter ein gefrag­ter Fak­tor. Daher infor­miert die Stadt Müns­ter dar­über, dass pro Antrag­stel­ler und Jahr die För­de­rung maxi­mal 45.000 Euro beträgt. Die­se För­der­hö­he besteht im Kern aus meh­re­ren mög­li­chen Einzelförderungen. 

Dämm­maß­nah­men für Ein-/Zwei- und Mehr­fa­mi­li­en­häu­ser machen den größ­ten Teil der mög­li­chen För­de­rung zur ener­ge­ti­schen Sanie­rung aus (maxi­mal 9.000 bzw. 15.000 Euro plus einem Bonus von bis zu 1.250 Euro bei zwei oder mehr ganz­heit­li­chen Dämm­maß­nah­men). Dane­ben kommt es in Fra­ge, den Ein­bau effi­zi­en­te­rer Lüf­tungs­an­la­gen sowie Luft­dicht­heits­mes­sun­gen gemäß DIN EN 13829 bezu­schus­sen zu lassen.

Bau­phy­si­ka­li­sche Bau­be­glei­tun­gen sind bei der Däm­mung der Innen­räu­me not­wen­dig. Sol­che Bau­be­glei­tun­gen kön­nen Sie eben­falls för­dern lassen.

Fazit – För­der­pro­gramm für Ener­gie­ein­spa­rung und Alt­bau­sa­nie­rung der Stadt Münster

Die För­de­rung einer ener­ge­ti­schen Sanie­rung ist in Müns­ter (West­fa­len) durch­aus plan­bar. Das spe­zi­el­le För­der­pro­gramm rich­tet sich an Bau­her­ren und Eigen­tü­mer. Es ver­folgt den Zweck, kost­ba­re und teu­re Heiz­ener­gie ein­zu­spa­ren, indem moder­ne Anla­gen ver­baut und Dämm­maß­nah­men durch­ge­führt wer­den. In Müns­ter ist das För­der­pro­gramm ins­ge­samt eine soli­de Opti­on, um bei der Alt­bau­sa­nie­rung einen Zuschuss von maxi­mal 45.000 Euro zu erhalten. 

Mit einer Sanie­rung sin­ken nicht nur die Ener­gie­kos­ten, son­dern es stei­gen auch Ihr Wohl­be­fin­den und der Wert Ihrer Immo­bi­lie. Für sanier­te Gebäu­de ver­leiht Müns­ter übri­gens auf Antrag ein Güte­sie­gel.

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