Brand­schutz­plan – das steht drin!

Brandschutzplan in Brandschutznachweis

In einem Gebäu­de zählt die Sicher­heit aller Bewoh­ner, Besu­cher und Ange­stell­ten. Der Brand­schutz­nach­weis bzw. das Brand­schutz­kon­zept ist des­halb ein wert­vol­les Instru­ment, um ange­mes­sen auf Brän­de und ihrem Ent­ste­hungs­ri­si­ko zu reagie­ren. Ein Brand­schutz­plan scheint in dem Zusam­men­hang für eine pra­xis­taug­li­che Umset­zung zu ste­hen. Doch was ent­hal­ten die­se Plä­ne im Detail?

Zunächst ist fest­zu­hal­ten, dass der Begriff »Brand­schutz­plan« kei­ner fes­ten Norm unter­liegt oder im Bau­recht fest­ge­schrie­ben ist. Viel­mehr steht die Bezeich­nung für meh­re­re Arten von Plä­nen, die dem Brand­schutz die­nen. In ers­ter Linie han­delt es sich dabei um soge­nann­te Visua­li­sie­rungs­plä­ne zum Brand­schutz. Was bedeu­tet das?

Brand­schutz­plan als Visua­li­sie­rungs­plan – die Bedeutung

Visua­li­sie­rungs­plä­ne, die dem Brand­schutz dien­lich sind, las­sen sich in unter­schied­li­che Pla­n­ar­ten unter­schei­den. In ers­ter Linie bezeich­net ein Brand­schutz­plan des­halb die fol­gen­den Pläne:

Inhalt vom Brandschutzvisualisierungsplan

Ein Brand­schutz­vi­sua­li­sie­rungs­plan ent­hält eine sche­ma­ti­sche Dar­stel­lung der Grund­ris­se eines Gebäu­des – aus Über­sichts­grün­den im For­mat DIN A3 bzw. DIN A4 und bes­ten­falls for­mat­fül­lend im Maß­stab 1:100. Es sind Ret­tungs­we­ge, raum­ab­schlie­ßen­de Bau­tei­le (Wän­de, Fens­ter, Türen etc.) und Alar­mie­rungs­ein­rich­tun­gen (bspw. Brand­mel­der) dar­in farb­lich fest­ge­hal­ten. Die Plä­ne wer­den vom Archi­tek­ten, Bau­in­ge­nieur oder Brand­schutz­sach­ver­stän­di­gen erstellt.

Visua­li­sie­rungs­plä­ne sind ein fes­ter Teil des Brand­schutz­nach­wei­ses (bzw. ‑kon­zep­tes) und des­halb bei Bau­vor­ha­ben, die einen bau­tech­ni­schen Nach­weis zum Brand­schutz im Geneh­mi­gungs­pro­zess benö­ti­gen, unabdingbar.

Das Bau­amt gibt Ihnen eine ver­bind­li­che Aus­kunft, inwie­weit der ein­ge­hal­te­ne Brand­schutz für Ihr Bau­vor­ha­ben nach­zu­wei­sen ist. Die Behör­de rich­tet sich dabei nach den lan­des­spe­zi­fi­schen bau­recht­li­chen Vor­ga­ben. Die Anfor­de­run­gen kön­nen somit von Bun­des­land zu Bun­des­land abwei­chen. Fra­gen Sie uns für die Erstel­lung eines Brand­schutz­nach­wei­ses kos­ten­los mit unse­rem Online-For­mu­lar oder direkt an:


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Die Brand­schutz­vi­sua­li­sie­rungs­plä­ne sind häu­fig die Basis für die spe­zia­li­sier­ten Flucht- und Ret­tungs­plä­ne bzw. Feuerwehrpläne.

Inhalt der Flucht- und Rettungspläne

Bei Flucht­plä­nen bzw. Ret­tungs­plä­nen ist der Name das Pro­gramm: Sie stel­len gene­rell die Wege dar, die in einem Gebäu­de hilf­reich sind, um sich ent­we­der zu ori­en­tie­ren oder zu ret­ten, wenn ein Feu­er aus­ge­bro­chen ist und Lebens­ge­fahr besteht. Die Feu­er­wehr nutzt eben­falls die­se Flucht­plä­ne zur Ori­en­tie­rung. In dem Fall nut­zen sie die Plä­ne aber nur, wenn kei­ne ande­ren Feu­er­wehr­plä­ne existieren.

Die­se Plä­ne sind vor­ran­gig in DIN A3 gehal­ten. Für ein­zeln dar­ge­stell­te Räu­me ist das For­mat DIN A4 gebräuch­lich. In jedem Fall gibt es 3 mög­li­che Maß­stä­be für die Dar­stel­lung der Plä­ne: 1:350, 1:250 oder 1:100.

Inhalt der Feuerwehrpläne

Die Feu­er­wehr ist ein wesent­li­cher Fak­tor bei einem Brand­fall. Sie bekämpft die Brand­her­de und trägt zur Ret­tung von Per­so­nen bei. Zu die­sem Zweck sind Feu­er­wehr­plä­ne erfor­der­lich. Damit kön­nen sich die Feu­er­wehr­leu­te inner­halb kur­zer Zeit ori­en­tie­ren und ent­spre­chen­de Maß­nah­men ein­lei­ten. Die­se Feu­er­wehr­plä­ne sind als spe­zi­fi­scher Begriff im Bau­recht fest­ge­hal­ten. Aus die­sem Grund unter­lie­gen sie beson­de­ren Anfor­de­run­gen im Brandschutz.

Die DIN 14095 regelt den Inhalt der Feu­er­wehr­plä­ne. Sie ent­hal­ten somit Objekt­an­ga­ben, Lage­plä­ne, Geschoss­plä­ne und Über­sichts­plä­ne zum Gebäu­de. Zusätz­lich kom­men bei man­chen Gebäu­den Son­der­plä­ne hin­zu. Die­se lie­fern Infor­ma­tio­nen zum Ent­rau­chen und Ent­wäs­sern. Feu­er­wehr­plä­ne sind grund­sätz­lich ein Bestand­teil von Son­der­bau­ver­ord­nun­gen. In eini­gen Fäl­len wer­den Feu­er­wehr­plä­ne auch für die Bau­ge­neh­mi­gung gebraucht.

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Fazit Brand­schutz­plan

Brand­schutz­plä­ne visua­li­sie­ren die Aus­ar­bei­tun­gen von Exper­ten zum Brand­schutz. Egal ob als Brand­schutz­vi­sua­li­sie­rungs­plan (im Brand­schutz­nach­weis/-kon­zept), Feu­er­wehr­plan oder Flucht- und Ret­tungs­plan. Im Rah­men des bau­tech­ni­schen Brand­schutz­nach­wei­se im Geneh­mi­gungs­pro­zess wer­den Brand­schutz­plä­ne bei vie­len Gebäu­den vom Bau­amt gefor­dert. Spe­zi­ell grö­ße­re Gebäu­de und Son­der­bau­ten sind auf­grund der beson­de­ren Gefahr (zurecht) betrof­fen. Aber auch bei klei­ne­ren Gebäu­den kann die Bau­be­hör­de einen Plan fordern.

Bau­her­ren soll­ten sich des­halb an einen Brand­schutz­be­auf­trag­ten, Bau­in­ge­nieur oder Archi­tek­ten für deren Erstel­lung bzw. Beauf­tra­gung wenden.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen zum Brandschutz

Brandschutzklassen

Brand­schutz­klas­sen der DIN 4102–1

In nahe­zu allen Bau­vor­ha­ben müs­sen Maß­nah­men zum Brand­schutz ergrif­fen wer­den. Für Wohn­häu­ser muss ein Brand­schutz­nach­weis erstellt wer­den. Grö­ße­re Objek­te ver­lan­gen ein Brandschutzkonzept. 
Brandschutzkonzept für größere Gebäude

Brand­schutz­konzept für Sonderbauten

Der Schutz vor Brän­den in den vier Wän­den ist nicht nur beim Eigen­heim ein wich­ti­ger Fak­tor. Für grö­ße­re Gebäu­de genügt der klas­si­sche Brand­schutz­nach­weis nicht mehr. 
Kosten vom Brandschutznachweis für ein Einfamilienhaus

Kos­ten Brand­schutz­nachweis beim EFH

Wer ein Haus baut oder einen Umbau plant, ist gesetz­lich ver­pflich­tet, einen Brand­schutz­nach­weis vor­zu­le­gen. Im Detail unter­schei­den sich die Vor­ga­ben dazu von Land zu Land.