Bau­an­trag stel­len – Wie stel­le ich ihn richtig?

Bauantrag richtig stellen

Ein eige­nes Haus zu bau­en, ein bestehen­des Gebäu­de umzu­bau­en oder eine Umnut­zung, bedarf in der Regel die Zustim­mung der zustän­di­gen Behör­den. Für die­sen Zweck stellt man einen Bau­an­trag. Damit Sie als ange­hen­de Bau­herr­schaft einen Über­blick über den Bau­an­trags­pro­zess bekom­men, haben wir Ihnen häu­fig gestell­te Fra­gen zum The­ma Bau­an­trags­stel­lung zusammengestellt.

Was ist ein Bauantrag?

Einen Bau­an­trag rei­chen Sie als Bauherr:in ein, um eine Bau­ge­neh­mi­gung zu erhal­ten. Die Bau­an­trags­un­ter­la­gen kön­nen Sie online bei den zustän­di­gen Behör­den her­un­ter­la­den. Den Bau­an­trag rei­chen Sie gemein­sam mit der erfor­der­li­chen Bau­vor­la­gen ein.

Wer stellt einen Bauantrag?

Der Bau­an­trag wird von Ihnen, zusam­men mit einem Architekt:in oder Ingenieur:in (als ent­wurfs­ver­fas­sen­de Per­son) unter­schrie­ben. Beach­ten Sie, dass Sie evtl. wei­te­re Nach­wei­se (Bau­vor­la­gen) von ent­spre­chen­den Fach­pla­nen­den benö­ti­gen. Ihr fach­li­cher Ansprechpartner:in soll­te sich dar­um küm­mern, dass alle Unter­la­gen ein­ge­holt wer­den. Die Abga­be erfolgt aktu­ell noch in schrift­li­cher Form. Momen­tan arbei­ten Kom­mu­nen, Wis­sen­schaft und Pra­xis dar­an, die Bau­an­trags­stel­lung zu digitalisieren.

Unse­re Dipl.-Bauingenieure (FH) mit mehr als 15 Jah­ren Berufs­er­fah­rung und jähr­lich über 700 Pro­jek­ten erstel­len einen geneh­mi­gungs­fä­hi­gen Stand­si­cher­heits­nach­weis inkl. Beweh­rungs­plä­ne für ein Ein­fa­mi­li­en­haus bun­des­weit ab 2.350 Euro (inkl. MwSt.) – die Erstel­lung dau­ert 40 Werk­ta­ge, ab Auf­trags­ein­gang und tech­ni­scher Klä­rung. Auch eine Express­leis­tung ist ggf. mög­lich.

Den Wär­me­schutz­nach­weis gibt es ab 695 Euro (inkl. MwSt.), den Brand­schutz­nach­weis ab 1.150 Euro (inkl. MwSt.) und den Schall­schutz­nach­weis ab 750 Euro (inkl. MwSt.). Wei­te­re Prei­se fin­den Sie in unse­rer aktu­el­len Preis­lis­te. Fra­gen Sie uns kos­ten­los mit unse­rem Online-For­mu­lar oder direkt an:


Was kos­tet eine Bauantragsstellung?

Bei den Kos­ten ist zu beach­ten, dass min­des­tens drei Betei­lig­te für die Bau­an­trags­stel­lung not­wen­dig sind. Als initi­ie­ren­de Per­son des Bau­vor­ha­bens, ent­ste­hen bei Ihnen selbst zunächst Zeit­auf­wands­kos­ten. Da Sie den Bau­an­trag nicht allein stel­len kön­nen, ent­ste­hen Bear­bei­tungs­kos­ten für den Ent­wurfs­ver­fas­sen­den (im Regel­fall Architekt:in oder Ingenieur:in). Je nach Bau­pro­jekt ent­ste­hen wei­te­re Kos­ten für ein­zel­ne Fach­pla­nen­de (z.B. für eine Sta­tik, einen Wärmeschutz‑, einen Schallschutz‑, oder einen Brand­schutz­nach­weis). Die Höhe der Pla­nungs­kos­ten (Teil der Bau­neben­kos­ten) ist abhän­gig davon, mit wem Sie wo und was bau­en möch­ten. Die Höhe der Pla­ner­ho­no­ra­re sind unter­schied­lich. Ori­en­tie­rungs­wer­te lie­fert die HOAI.

Nach der Ein­rei­chung des Bau­an­trags ent­ste­hen wei­te­re Kos­ten für die Prü­fung des Bau­an­tra­ges. Die Prü­fung über­nimmt die Gemein­de, bzw. zustän­di­ge Bau­be­hör­de. Die Höhe der Gebüh­ren basiert auf gesetz­li­chen Vor­ga­ben des Lan­des und der Sat­zung ein­zel­ner Behör­den. Infor­ma­tio­nen zu den Bear­bei­tungs­ge­büh­ren fin­den Sie bei der zustän­di­gen Behör­de, bzw. Ihrer Gemeinde.

Eini­ge Bun­des­län­der bie­ten für bestimm­te Bau­vor­ha­ben auch ein ver­ein­fach­tes Geneh­mi­gungs­ver­fah­ren – mit grö­ße­rer Eigen­ver­ant­wor­tung für den Bau­herrn und den Bau­vor­la­ge­be­rech­tig­ten – an. Auch gibt es bei einem vor­lie­gen­den Bebau­ungs­plan ggf. die Mög­lich­keit zur Geneh­mi­gungs­frei­stel­lung oder zu einem weni­ger (zeit)aufwendigen Bau­an­zei­ge­ver­fah­ren. Bei all die­sen Mög­lich­kei­ten soll­ten Sie sich jedoch umfas­send über die Rech­te und Pflich­ten informieren.

Wer kann mir sagen, ob ich eine Bau­ge­neh­mi­gung benötige?

Als Ansprech­part­ner ste­hen Ihnen zwei Vari­an­ten zur Verfügung:

  • Sie las­sen sich bei der zustän­di­gen Bau­be­hör­de oder Gemein­de bera­ten. Um einen Ter­min zu bekom­men erkun­di­gen Sie sich auf der Inter­net­sei­te der Stadt, bzw. Kom­mu­ne in der Sie bau­en möch­ten. Die Bera­tung ist kos­ten­los, aller­dings könn­te es sein, dass Sie War­te­zei­ten ein­pla­nen müssen.
  • Sie las­sen sich von einem Fach­ex­per­ten bera­ten. Als Fach­ex­per­ten gel­ten Architekt:innen und Bauingenieur:innen (Statiker:in, Bauleiter:in, Bauberater:in, Pro­jekt­steue­rer), die in Architektur‑, oder Inge­nieur­bü­ros (tlw. auch Gene­ral­pla­nungs­bü­ros), oder bei ver­schie­de­nen Abwand­lun­gen eines Bau­un­ter­neh­mens (Gene­ral­un­ter­neh­men, Gene­ral­über­neh­mer) arbei­ten. Wen­den Sie sich am bes­ten an ein Unter­neh­men, bei dem Sie pas­sen­de Refe­ren­zen oder Leis­tun­gen in Bezug auf Ihr Bau­vor­ha­ben fin­den. Der Stand­ort ist im digi­ta­len Zeit­al­ter egal.

Einen Bau­an­trag stel­len – Was tun?

Wenn Sie einen Fachexpert:in fra­gen, wird zunächst die Not­wen­dig­keit einer Bau­ge­neh­mi­gung geprüft. Die für Sie zustän­di­ge Per­son, benö­tigt min­des­tens Anga­ben zum Stand­ort und Ihren Wunsch­vor­stel­lun­gen des Neu­baus. Bei einem Umbau, Anbau, oder einer Auf­sto­ckung sind wei­ter­hin Unter­la­gen zur exis­tie­ren­den Bebau­ung (alte Geneh­mi­gungs­un­ter­la­gen) vor­teil­haft. Anschlie­ßend benö­ti­gen Sie zur Ein­rei­chung eines Bau­an­tra­ges eine bau­vor­la­ge­be­rech­tig­te Per­son, die mit Ihnen gemein­sam die Unter­la­gen für den Bau­an­trag aus­ar­bei­tet und unterschreibt.

Mein Bau­an­trag wur­de abge­lehnt. Was tun?

Die Behör­den wer­den sich, wenn sie Män­gel im Bau­an­trag fin­den, oder noch Unter­la­gen feh­len, bei Ihnen mel­den. Ihnen wird dann Zeit für Nach­ar­bei­ten gege­ben. Bau­be­hör­den sind nicht, wie es manch­mal dar­ge­stellt wird, als Bau­geg­ner anzu­se­hen. Ihre Auf­ga­be ist es schließ­lich dem All­ge­mein­wohl und damit auch Ihnen selbst zu die­nen. Kommt es den­noch zur Ableh­nung eines Bau­an­trags, haben Sie als Bau­herr­schaft die Mög­lich­keit einen Wider­spruch ein­zu­le­gen, sofern Sie einen nach­voll­zieh­ba­ren Grund vor­le­gen kön­nen. Bear­bei­tungs­ge­büh­ren wer­den aller­dings fällig.

Benö­ti­ge ich für mein Ein­fa­mi­li­en­haus eine Baugenehmigung?

Kurz gesagt: Ja. Da es sich bei einem Ein­fa­mi­li­en­haus um ein ver­gleichs­wei­se unkom­pli­zier­tes Bau­pro­jekt han­delt, reicht jedoch eine ver­ein­fach­te Form der Bau­ge­neh­mi­gung. Die Antrags­un­ter­la­gen wer­den je nach Land unter­schied­lich bezeich­net. Für Sie als Bauherr:in, liegt der Unter­schied der ver­schie­de­nen Geneh­mi­gungs­for­men in der Bear­bei­tungs­dau­er und höchst­wahr­schein­lich auch in den Bearbeitungskosten.

Jetzt Sta­tik-Ange­bot für ein Ein­fa­mi­li­en­haus in 2 Min. kos­ten­los vom Exper­ten anfragen!

Schritt 1 von 4
Zur Abschät­zung der Bruttogrundfläche
SSL gesicherte Übertragung

Muss ich mich für den Bau­an­trag an ein Archi­tek­tur­bü­ro wenden?

Wir haben die Erfah­rung gemacht, dass Bauherr:innen erstaun­li­cher­wei­se häu­fig erst zu einem Bau­un­ter­neh­men gehen, bevor Sie ein Archi­tek­tur­bü­ro kon­tak­tie­ren. Dies mag eine Fol­ge des Künst­lerimage der Archi­tek­tur­schaf­fen­den sein. Für die Bau­an­trags­stel­lung benö­ti­gen Sie die­se jeden­falls nicht zwin­gend. Wir emp­feh­len Ihnen aller­dings, ins­be­son­de­re die Bau­zeich­nun­gen (ein Teil der not­wen­di­gen Bau­an­trags­un­ter­la­gen) und beson­de­re Anträ­ge, in Bezug auf die städ­te­bau­li­che Gestalt, von einem Architekt:in bear­bei­ten zu las­sen. Da die­se nicht nur in spe­zia­li­sier­ten Archi­tek­tur­bü­ros arbei­ten, kön­nen Sie auch zu ande­ren Unter­neh­men gehen, wo die­se spe­zi­ell mit der Erstel­lung der Bau­zeich­nung beauf­tragt wer­den (als ange­stell­te oder frei­be­ruf­li­che Per­son). Wenn Sie selbst kei­nen ken­nen, wer­den Ihnen von Statiker:innen oder Bau­un­ter­neh­men, häu­fig auch geeig­ne­te Fach­per­so­nen emp­foh­len. Seriö­se Emp­feh­lun­gen sind unse­rer Mei­nung nach auch ohne Pro­vi­si­on mög­lich. Beach­ten Sie auch, dass Behör­den kei­ne Emp­feh­lun­gen abge­ben dürfen.

Fazit: Bau­an­trag erfor­dert Teamarbeit!

Unab­hän­gig davon, wer mit Ihnen zusam­men die Bau­an­trags­un­ter­la­gen erstellt und unter­schreibt, erfor­dert die Bau­an­trags­stel­lung an sich immer ein Zusam­men­spiel zwi­schen Bau­herr­schaft, Bau­be­hör­de und den ein­zel­nen pla­nen­den Fach­leu­ten. Ursprüng­lich waren Archi­tek­tur­schaf­fen­de als Baumeister:innen, die koor­di­nie­ren­den Per­so­nen bei der Bau­an­trags­stel­lung. Der Trend in der Bran­che zeigt aller­dings, dass auf­grund der ver­schie­de­nen Vor­schrif­ten und Regeln eine immer stär­ke­re Spe­zia­li­sie­rung statt­fin­det, sodass sich auch mehr und mehr Archi­tek­tur­schaf­fen­de, inten­siv nur mit ein­zel­nen Pla­nungs­aspek­ten (z.B. Bau­zeich­nun­gen) aus­ein­an­der­set­zen. Wir machen die Erfah­rung, dass durch die vie­len Mög­lich­kei­ten umso mehr Team­ar­beit und Koor­di­na­ti­on erfor­der­lich wird. Die Digi­ta­li­sie­rung bie­tet hier­zu aller­größ­te Poten­tia­le, wovon letzt­lich auch Bau­her­ren pro­fi­tie­ren kön­nen (kür­ze­re Bear­bei­tungs­zeit, Kos­ten, Zufrie­den­heit, etc.).