Archi­tek­ten- und Sta­ti­kerleis­tun­gen – wor­in unter­schei­den sie sich?

Architekten- und Statikerleistungen

Sobald es an den Haus­bau geht, herrscht viel­fach Ver­wir­rung. Was erle­digt ein Archi­tekt? Wel­che Leis­tun­gen über­neh­men Sta­ti­ker? Die Abgren­zung zwi­schen Sta­ti­ker und Archi­tek­ten fällt beson­ders dem Lai­en nicht leicht. Wor­in unter­schei­den sich die Leis­tun­gen beim Bau des eige­nen Hau­ses? Das erfah­ren Sie hier.

Unter­schie­de zwi­schen Archi­tek­ten und Sta­ti­ker – die Grund­la­gen

Wer die Leis­tun­gen der Bau­in­ge­nieu­re (umgangs­sprach­lich: Trag­werks­pla­ner und Sta­ti­ker) mit denen der Archi­tek­ten ver­gleicht, stellt schnell fest, dass sie sich ver­däch­tig ähneln. Um die Unter­schie­de zu begrei­fen, ist es loh­nens­wert, sich die Aus­bil­dungs­we­ge der Beru­fe genau­er anzu­schau­en.

Vom Beruf Archi­tekt – das leis­ten Archi­tek­ten

Ein Archi­tekt beginnt den Wer­de­gang für gewöhn­lich mit einem klas­si­schen Stu­di­um an einer Uni­ver­si­tät oder Fach­hoch­schu­le. Dabei ori­en­tiert sich das Stu­di­um der Archi­tek­tur vor­ran­gig an künst­le­ri­schen, recht­li­chen und tech­ni­schen Inhal­ten. Die Viel­falt des Gebiets zeich­net den Beruf aus. Ein Archi­tekt ist dem­entspre­chend in der Lage, sämt­li­che Plä­ne für die Bau­lei­tung zu erstel­len. Vom ers­ten Ent­wurf über die Aus­füh­rung bis hin zur Über­wa­chung und abschlie­ßen­den Prü­fung des Bau­vor­ha­bens sind Archi­tek­ten invol­viert.

Nach dem Stu­di­um ist es für einen ange­hen­den Archi­tek­ten nötig, sich in die Archi­tek­ten­kam­mer ein­zu­tra­gen. Gleich­zei­tig sind wenigs­tens zwei oder 3 Jah­re Berufs­er­fah­rung erfor­der­lich. Die genau­en Bestim­mun­gen sind je nach Bun­des­land ver­schie­den gere­gelt. Ein Archi­tekt für den Häu­ser­bau ver­eint die frei­geis­ti­ge Kunst mit dem zah­len- und fak­ten­ba­sier­tem Geschäft. Kos­ten­pla­nung mit­samt Pro­jekt­ma­nage­ment und Objekt­ver­wal­tung gehö­ren des­halb zum klas­si­schen Berufs­bild des Archi­tek­ten.

Bau­in­ge­nieur oder Sta­ti­ker – was zu den Auf­ga­ben gehört

Der Trag­werks­pla­ner absol­viert im Regel­fall eben­falls ein Stu­di­um. Aller­dings ist dies ein Stu­di­um im Inge­nieur­we­sen. Als stu­dier­ter Bau­in­ge­nieur ler­nen Sta­ti­ker alles, was sie über Bau­stof­fe, deren Merk­ma­le und über die Trag­werks­leh­re wis­sen müs­sen. In ihrer Rol­le als Bau­in­ge­nieur bie­tet sich Stu­di­en­ab­sol­ven­ten ein brei­tes Spek­trum unter­schied­li­cher Mög­lich­kei­ten.

Die Bau­sta­tik zeich­net sich durch ihr tie­fes Wis­sen über die wirt­schaft­li­chen Aspek­te beim Haus­bau aus. Der künst­le­risch-gestal­te­ri­sche Sek­tor kommt für einen Sta­ti­ker nicht zum Tra­gen. Viel­mehr zäh­len tech­ni­sche Fak­ten. Damit geht ein fun­dier­tes Wis­sen im mathe­ma­tisch-phy­si­ka­li­schen Bereich ein­her. Der Sta­ti­ker ach­tet sel­ten auf den Wohl­fühlaspekt eines Gebäu­des. Statt­des­sen beschäf­ti­gen sie sich vor­wie­gend mit der Stand­si­cher­heit und Sta­bi­li­tät.

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Unter­schie­de zwi­schen Sta­ti­ker und Archi­tek­ten – mehr als die HOAI

Die Trag­werks­pla­ner und Archi­tek­ten ori­en­tie­ren sich grund­sätz­lich an die HOAI (Hono­rar­ver­ord­nung für Archi­tek­ten und Inge­nieu­re). Dabei rich­ten sich bei­de Berufs­zwei­ge nach den Hono­rar­stu­fen und Leis­tungs­pha­sen. Den­noch unter­schei­den sie sich von­ein­an­der. Für Lai­en ist die­ser Unter­schied nur schwer greif­bar. Wer sich jedoch mit dem The­ma Haus­bau ernst­haft beschäf­tigt, merkt schnell, wann ein Sta­ti­ker und wann ein Archi­tekt gefragt ist.

Im All­ge­mei­nen sor­gen Archi­tek­ten für die kom­plet­te Gestal­tung des Bau­vor­ha­bens. Sie küm­mern sich um die Ent­wür­fe und dar­um, dass sich die spä­te­ren Haus­be­woh­ner wohl­füh­len kön­nen. Zugleich gehö­ren die Kos­ten und die Fra­ge, wann wel­che Fach­ex­per­ten nötig sind, in ihr Arbeits­ge­biet. Ein Archi­tekt ist somit ein ech­ter All­roun­der in Sachen Haus­bau.

Im Gegen­satz zum Archi­tek­ten sind Sta­ti­ker für die all­ge­mei­ne Sicher­heit des Gebäu­des zustän­dig. Ihre Auf­ga­be besteht im Kern dar­in, die nöti­gen Nach­wei­se für die Trag­fä­hig­keit, Gebrauchs­taug­lich­keit und Stand­si­cher­heit zu erbrin­gen. Sie begut­ach­ten die Bau­plä­ne des Archi­tek­ten. Dabei ach­ten sie eben­so auf die geplan­ten Brand­schutz­kon­zep­te.

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Archi­tek­ten und Sta­ti­ker – zusam­men­fas­sen­de Abgren­zung der Beru­fe

Die Abgren­zung der Trag­werks­pla­ner von Archi­tek­ten ist nicht immer ganz ein­fach. Grund­sätz­lich exis­tie­ren den­noch eini­ge Unter­schie­de, die es ermög­li­chen, die Berufs­zwei­ge ent­spre­chend ein­zu­ord­nen. Beim Bau eines Hau­ses sind die­se Unter­schie­de vor allem für das Hono­rar ent­schei­dend. Wer weiß, wann ein Sta­ti­ker und wann ein Archi­tekt nötig ist, kann des­halb viel Auf­wand, Geld und Zeit spa­ren.

Die­ser kom­pak­te Rat­ge­ber hat gezeigt, dass sich bei­de Berufs­zwei­ge an der HOAI ori­en­tie­ren. Abseits vom Hono­rar küm­mert sich der Archi­tekt um sämt­li­che Pla­nungs­schrit­te und um die Über­wa­chung des Bau­vor­ha­bens. Im Ver­gleich dazu ist der Sta­ti­ker für die Stand­haf­tig­keit des Gebäu­des zustän­dig. Er prüft die Plä­ne des Archi­tek­ten und stellt sicher, dass das Eigen­heim sta­bil steht. Bei Bedarf erstellt der Sta­ti­ker den Stand­si­cher­heits­nach­weis sowie ver­schie­de­ne Gut­ach­ten zum Boden und Bau­vor­ha­ben.

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